Auch wenn 2016 in den Nachrichtensendungen keine Karawanen von illegalen Einwanderern, die von einem EU-Staat in den nächsten zogen, zu sehen waren, so ging der Asylwahnsinn trotzdem nahezu unvermindert weiter. Wie Eurostat, das Statistikamt der EU mitteilte, wurden in im vergangenen Jahr in der EU 1,204.300 erstmalige Asylwerber registriert. Das ist gegenüber dem Rekordjahr 2015 (1,257.000) nur ein leichter Rückgang und immer noch fast doppelt so viel wie im Jahr 2014 (562.700).

Aus den von Eurostat veröffentlichten Daten geht hervor, dass auch im Vorjahr abertausende Einwanderer die 2015 ausgesprochene Einladung der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel angenommen haben. Denn mit 722.300 erstmaligen Asylwerbern entfallen rund 60 Prozent der Einwanderer auf die Bundesrepublik Deutschland. Darauf folgten Italien (121.200 bzw. zehn Prozent), Frankreich (76.000 bzw. sechs Prozent), Griechenland (49.000 bzw. vier Prozent), Österreich (39.900 bzw. drei Prozent) und das Vereinigte Königreich (38.000 bzw. drei Prozent). Was Österreich betrifft, wird deutlich, dass 2016 die von der Bundesregierung beschlossene Obergrenze von 37.500 Asylwerbern übertroffen wurde. Im November hieß es noch aus dem Innenministerium, dass die Obergrenze 2016 nicht überschritten werde.

Auch im Vorjahr zog es besonders viele Syrer nach Europa. Diese Gruppe kam 2016 für 28 Prozent aller erstmaligen Asylwerber aus. Und von den „334.800 Syrern, die 2016 zum ersten Mal einen Asylantrag in der EU einreichten, wurden fast 80 Prozent in Deutschland (266.250) registriert“, lautet die Feststellung. Mit Formulierungen wie „erstmalige Asylwerber“ und „zum ersten Mal einen Asylantrag einreichen“ wird übrigen indirekt bestätigt, dass Asylmissbrauch bei den angeblich „Schutzsuchenden“ weitverbreitet ist.

Das zweithäufigste Herkunftsland (15 Prozent der Gesamtzahl) ist Afghanistan. Und auch die Bewohner des Landes am Hindukusch zieht es häufig zu „Mutti Merkel“, wie Eurostat erklärt: „Von den 183.000 Afghanen, die 2016 zum ersten Mal in den EU-Mitgliedstaaten Asyl suchten, stellten nahezu 70 Prozent ihren Antrag in Deutschland (127.000).“ Die drittgrößte Gruppe – elf Prozent bzw. 127.000 Antragsteller – stellten im Vorjahr die Iraker. Und von ihnen zog es drei Viertel nach Deutschland.

 

[Text: B. T.; Bild: R. M.]