In der Ostukraine bleibt die Lage für Zivilisten gefährlich. Denn die ukrainische Armee dürfte immer wieder Wohngebiete beschießen. Innerhalb einer Woche sollen dabei 14 zivile Opfer zu beklagen gewesen sein, wie die Kanzlei des Menschenrechtsbeauftragen der selbsterklärten Volksrepublik Donezk verlautbarte: „Vom 25. bis zum 31. Juli 2015 sind bei Kampfhandlungen in der Region 14 Menschen (drei Frauen und elf Männer) getötet worden. Elf Personen wurden in Krankenhäuser gebracht, darunter acht Männer und drei Frauen, sowie zwei Kinder unter 18 Jahren.“

Der Konflikt in der Ostukraine, der im Frühjahr 2014 ausgebrochen war, forderte nach Angaben der UNO bisher 6.800 Todesopfer unter Zivilisten. Zwar wurde im Februar in der weißrussischen Hauptstadt Minsk eine Waffenruhe vereinbart, jedoch erweist sich diese als brüchig, weil es immer wieder zu Schusswechseln kommt.

Unterdessen deuten die jüngsten Erklärungen des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko darauf hin, dass Kiew im Donbass bald neue Kampfhandlungen setzen könnte. So forderte Poroschenko am Dienstag bei einer Sitzung des Militärkabinetts, einen präzisen Plan zur Erhöhung der Verteidigungskraft zu erstellen. Denn dieser Plan sei für den Fall einer Eskalation des Konflikts im Osten des Landes erforderlich.

 

B. T.

 

 

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