Die Masseneinwanderung in die Bundesrepublik Deutschland erreicht einen neuen Rekord. Nach Angaben der Bundespolizei kamen seit Anfang November knapp 180.000 „Flüchtlinge“ ins Land. Im gesamten Monat Oktober waren es 181.000 gewesen. Allein am Wochenende seien 14.482 „Flüchtlinge“ gezählt worden. Damit wird klar, dass 2015 mehr Einwanderer in die Bundesrepublik kommen werden als die vom Bund prognostizierten 800.000. Denn bis Ende Oktober wurden insgesamt 758.000 sogenannte Flüchtlinge registriert.

Indessen werden immer mehr Rufe nach Obergrenzen für Asylanten laut, etwa seitens der bayerischen CSU oder des Zentralrates der Juden. Dessen Präsident Josef Schuster sagte kürzlich, „über kurz oder lang werden wir um Obergrenzen nicht herumkommen“. Zudem fürchtet er, dass mit den Einwanderern auch Antisemitismus aus dem Nahen Osten importiert werde. „Viele der Flüchtlinge fliehen vor dem Terror des ‚Islamischen Staates‘ und wollen in Frieden und Freiheit leben, gleichzeitig aber entstammen sie Kulturen, in denen der Hass auf Juden und die Intoleranz ein fester Bestandteil ist“, sagte Schuster der Tageszeitung „Die Welt“.

Seine Sorgen bringen Schuster heftige Kritik von „Pro Asyl“, einer Organisation der Ausländer-Lobby, ein. „Es ist befremdlich, wenn die CSU und der Zentralrat der Juden de facto fordern, die Europäische Menschenrechtskonvention außer Kraft zu setzen“, sagte Pro-Asyl-Geschäftsführer Günter Burkhardt, der die Genfer Flüchtlingskonvention und die Europäische Menschenrechtskonvention für quasi-religiöse Dogmen hält.

 

 

Text: B. T.
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