Vor 20 Jahren, am 30. Oktober 1997 nämlich, erschien die erste Ausgabe unserer ZurZeit – und zwar als Wochenzeitung im Rotationsdruck. In nahezu 1.000 Einzelausgaben hat das Blatt, das nunmehr seit fünf Jahren als Wochenmagazin im Time-Format erscheint, die politische und gesellschaftliche Diskussion in der Republik Woche für Woche begleitet.
Redaktion und Geschäftsführung von ZurZeit, insbesondere aber deren Leser, Freunde und Förderer, haben damit nicht nur einen langen publizistischen Atem bewiesen, sondern auch den nicht zu brechenden Willen, am politisch-medialen Diskurs im Lande teilzuhaben: Und zwar als einzige freisinnig-wertkonservative und patriotische Stimme, in der alles Platz hat, „was nicht links ist und nicht blöd.“
Gründungs-Chefredakteur Andreas Mölzer, der bis zum heutigen Tage Autor und Herausgeber des Blattes ist, konnte damals den unvergessenen John Gudenus als Co-Herausgeber verpflichten, danach für lange Jahre Botschafter Johann Josef Dengler, schließlich den Ehrenobmann der FPÖ, Hilmar Kabas und bis zum heutigen Tag das Medien-Urgestein Walter Seledec.

Die Redaktion wird heute längst von einem jungen Team rund um Wendelin Mölzer, Bernhard Tomaschitz und Matthias Hellner geführt. Diese ZurZeit-Redaktion war über lange Jahre beinahe so etwas wie eine Lehrwerkstätte für freiheitliche Nachwuchs-Journalisten, die heute als Blattmacher anderer nationalfreiheitlicher und konservativer Medien, aber auch in den politischen Pressediensten der Freiheitlichen Partei werken. Überdies finden sich in jeder Ausgabe der ZurZeit bis zum heutigen Tag zwischen 20 und 30 verschiedene Autoren, von engagierten Nachwuchsschreibern bis hin zu publizistischen Honoratioren, die dem Blatt inhaltliche Vielfalt verleihen.
Freisinnige und konservative Edelfedern, wie die unvergessenen Andreas Rasumovsky und Carl Gustaf Ströhm, haben ebenso regelmäßig in ZurZeit publiziert wie intellektuelle Größen der freiheitlichen Gesinnungsgemeinschaft wie Wilhelm Brauneder und Lothar Höbelt.
Interviewpartner aus allen Bereichen von Politik, Kultur und Gesellschaft, vom vormaligen KPÖ-Chef Baier in der ersten Ausgabe von ZurZeit vor 20 Jahren, bis hin zum IV-Generalsekretär Neumayer in der letzten Nummer des Blattes, bewiesen und beweisen den Willen der Redaktion, inhaltlicher Vielfalt und die Bereitschaft zu kontroverser Debatte. Selbst ausgewiesene Feinde der freiheitlichen Gesinnungsgemeinschaft, wie etwa die linkslinke Profil-Redakteurin Christa Zöchling, attestieren ZurZeit, „ein modernes und intelligent gemachtes“ rechtes Blatt zu sein.

Dabei haben Redaktion und Herausgeber von ZurZeit über 20 Jahre darauf Wert gelegt, Teil des demokratischen Diskurses in der Republik zu sein. Die seit Jahren aufrechte und beständige Zuerkennung der Presseförderung der Republik ist zweifellos ein Beleg dafür, dass sich ZurZeit publizistisch stets im Rahmen des Verfassungsbogens bewegte. Und das trotz immer wiederkehrender Versuche aus linken und politisch korrekten Kreisen, das Blatt mittels Faschismuskeule zu stigmatisieren. Auch legislatorische Versuche, ZurZeit aus diesem Verfassungsbogen zu drängen, wie sie zuletzt vor wenigen Jahren unter der Regie des damaligen Medienministers Ostermayer stattgefunden haben, waren nicht von Erfolg gekrönt. Ebenso wenig das massiv vorgetragene Unterfangen, unser Blatt markenrechtlich finanziell zu ruinieren und vom Markt zu verdrängen, wie wir es erst vor wenigen Monaten von Seiten der Hamburger „Zeit“ erleben mussten.

All diese Attacken und Anfeindungen führen allerdings bis zum heutigen Tage dazu, dass es von Seiten der Werbewirtschaft, von der bekanntlich ja alle Printmedien hauptsächlich leben, nach wie vor massive Berührungsängste gibt. Die rührige und konsequente Geschäftsführung des Blattes unter Verlagsleiter Walter Tributsch und Harald Winter vermochte die finanzielle Basis des Blattes über 20 Jahre sicher zu stellen. Heute ist ZurZeit eines der wenigen Printmedien im Lande, welches ohne Millionenschulden und Millionenkredite, ohne die Stützung von Großbanken oder Großversicherungen, primär aufgrund der Opferbereitschaft seiner Leser und Förderer, existiert. Presseförderung und auch die dankenswert geleistete Unterstützung aus dem freiheitlichen Bereich sind verglichen mit den Gesamt-Finanzierungserfordernissen des Verlages nur ein relativ kleiner Bereich – wenn auch eine große Hilfe.

So gelang es trotz ständiger Liquiditäts-Schwierigkeiten und trotz der schwindenden Lese-Bereitschaft des Publikums, unter der alle Printmedien leiden, den Abonnenten-Stock zu halten bzw. auszubauen und die durchschnittliche Druckauflage von wöchentlich ca. 20.000 Stück zu halten. Deshalb ist ZurZeit auch das einzige freisinnige wertkonservative Medium,das wöchentlich österreichweit an den wohlsotierten Zeitungskiosken erhältlich ist - und das ohne hochdotierte Eigenwerbung und sündteure PR-Kampagnen.
Überdies gelang es, neben dem Wochenmagazin über die ZurZeit-Edition einen Buchverlag aufzuziehen, der indessen bereits an die 30 Einzeltitel im Bereich des politischhistorischen Sachbuches, aber auch des historischen Romans anzubieten hat.
Und seit zwei Jahren verfügt ZurZeit auch über eine tagesaktuelle Internetzeitung – „ZurZeit.at“ – welche über Smartphone, Tablet oder PC weltweit abrufbar ist. Zahllose Zugriffe ermöglichen es somit, den Anspruch von ZurZeit, das freisinnig-wertkonservative und patriotische Leitmedium des Landes zu sein, zu realisieren.
Bemerkenswert ist auch die grafische Gestaltung und jene des Internetauftritts, für die seit Anbeginn Günther Schneeweiß-Arnoldstein und seit einigen Jahren Wolf-Rüdiger Mölzer verantwortlich zeichnen.

Österreich steht in diesen Tagen am Beginn einer neuen politischen Ära. Wieder einmal bietet sich die Chance, freiheitliche politische Inhalte und wertkonservative sowie patriotische Vorstellungen realpolitisch umzusetzen. Dem ZurZeit-Verlag wird – völlig zu Recht – eine gewisse Nähe zur bisherigen größten Oppositionspartei des Landes, welche nunmehr wahrscheinlich in eine Regierung gehen wird, nachgesagt. Die persönliche Biografie der meisten Blattmacher belegt diese Nähe und demgemäß gab es auch immer wieder Unterstützung durch die betreffende Partei – etwa in Form von Inseraten oder Abonnements.
Dennoch blieb ZurZeit und der ZurZeit-Verlag im gesamten Verlauf der 20jährigen Existenz tatsächlich parteiunabhängig. Verpflichtet fühlt man sich ideellen Positionen und dort, wo sie von politischer Seite auch mitgetragen werden, wird ZurZeit publizistischen Flankenschutz bieten. Für den gegenteiligen Fall allerdings hat man sich immer die Möglichkeit zu konstruktiver Kritik und zu kontroverser Debatte vorbehalten.
Nach dieser Maxime wird man auch in den kommenden Monaten und Jahren das Wirken einer neuen Mitte-Rechts-Regierung begleiten. Eine Aufgabe, auf die man sich im Kreise der ZurZeit-Mannschaft bereits vorbereitet.

Zu guter Letzt allen Lesern, Abonnenten, Förderern und Freunden der ZurZeit, allen freisinnigen und wertkonservativen Patrioten, die die nunmehr über zwei Jahrzehnte währende Existenz des Blattes ermöglichen, herzlichen und tiefempfundenen Dank!

Gesellschafter, Geschäftsführung und Redaktion.