Die Stellung des Christentums als Religion mit den weltweit meisten Gläubigen neigt sich langsam, aber sicher, ihrem Ende entgegen. Zu diesem Ergebnis kommt jedenfalls eine Studie des Pew Research Center. Im Jahr 2070 – also in 55 Jahren – soll es, so die Prognose, auf unserem Planeten mehr Moslems als Christen geben.

Im Jahr 2010 war das Christentum mit geschätzten 2,2 Milliarden Anhänger die bei Weitem größte Religionsgemeinschaft und repräsentierte fast ein Drittel (31 Prozent) der Menschheit. Der Islam hatte zu diesem Zeitpunkt 1,6 Milliarden Anhänger, was 23 Prozent der Weltbevölkerung entsprach.

Zur Jahrhundertmitte soll der Islam laut Pew Research Center nur mehr knapp hinter dem Christentum liegen, und um das Jahr 2070 sollen auf der Welt mehr Moslems als Christen leben, wenn die gegenwärtige demografische Entwicklung anhält.

Das US-amerikanische Forschungsinstitut weist diesbezüglich darauf hin, dass Moslems (3,1 Kinder pro Frau) eine höhere Geburtenrate als Christen (2,7 Kinder pro Frau) haben. Zudem leben Moslems eher in jenen Gegenden, die ein starkes Bevölkerungswachstum verzeichnen. „Moslempopulationen sind in einigen der am schnellsten wachsenden Teilen der Welt konzentriert“, sagt Alan Cooperman vom Pew Research Center.

 

B. T.

 

 

(Bild: Ali Mansuri/wikimedia.org)