Seit 2012 sind in Syrien und im Irak 50 Personen aus Großbritannien umgekommen, die für islamistische Gruppen gekämpft hatten, wie eine gemeinsame Untersuchung des International Centre for the Study of Radicalization (ICSR) und der Zeitung „The Guardian“ ergeben hat. Unter den Getöteten befinden sich acht Jugendliche, darunter der 16-jährige Jaffar Deghayes aus Brighton, der für die Al Nusra-Front, die mit dem Terrornetzwerk Al Kaida verbunden ist, kämpfte. Der Älteste, der sein Leben ließ, war der 41-jährige Abdul Waheed Majeed. Er starb als Selbstmordattentäter, als er im Februar 2014 einen mit Sprengstoff beladenen Lkw in ein Gefängnis in der syrischen Stadt Aleppo steuerte.

Shiraz Maher vom ICSR sagte, die erhobenen Daten zeigten, dass die Rolle von Kämpfern aus Großbritannien im Konflikt in Syrien unbestreitbar sei. „Es ist klar, dass britische ausländische Kämpfer im Konflikt in Syrien nicht auf dem Rücksitz Platz nehmen. Sie sind vollwertige Teilnehmer in diesem Krieg, sie dienen an der Front und melden sich freiwillig für die risikoreichsten Kampfeinsätze“, sagte er dem „Guardian“. Das ISCR schätzt, dass im syrischen Konflikt seit 2012 mehr als 700 Briten – Einwanderer oder deren Nachkommen – an der Seite der Islamisten kämpften.

 

B. T.

 

 

(Bild: VOA/wikimedia.org)