„Frechheit siegt.“ Das dürften sich wohl jene Migranten aus Lateinamerika gedacht haben, die im US-Konsulat in der nordmexikanischen Stadt Tijuana, die nur wenige Kilometer südlich der US-amerikanischen Stadt San Diego liegt, gedacht haben. Wie Medien berichten, marschierte zuerst eine Gruppe von rund 100 Mitgliedern der Migrantenkarawane ins US-Konsulat und stellte eine Erpressungsforderung am Präsident Donald Trump: Die Vereinigten Staaten – und damit der US-Steuerzahler – sollen jedem einzelnen von ihnen 50.000 Dollar zahlen, damit sie in ihr Heimatland Honduras zurückkehren.

Der Anführer der frechen Migranten, Alfonso Guerreo Ulloa, wird wie folgt zitiert: „Es mag euch als viel Geld erscheinen. Aber es ist eine kleine Summe verglichen mit dem, was die Vereinigten Staaten von Honduras gestohlen haben.“ Ulloa spielt damit auf die verschiedenen US-Interventionen in Honduras und anderen mittelamerikanischen Staaten an, die für die weitere Entwicklung der betroffenen Länder nicht gerade vorteilhaft waren. Ulloa sagte auch, die 50.000 Dollar würde es den Honduranern ermöglichen, in ihrer Heimat ein Kleinunternehmen aufzubauen.

Eine zweite Migrantengruppe übergab im US-Konsulat einen Brief, in welchem die Vereinigten Staaten zu einer Beschleunigung der Asylverfahren aufgefordert werden. Außerdem solle künftig erlaubt werden, dass täglich bis zu 300 Personen einen Asylantrag am Grenzübergang San Ysidro Port in San Diego stellen können. Derzeit sind pro Tag zwischen 40 und 100 Asylanträge erlaubt.

[Text: B.T.; Bild: Wikipedia/Josh Denmark; Lizenz: Public Domain]