Fremdes Geld lässt sich leicht ausgeben. Das trifft insbesondere auf Steuergeld zu. So gab die deutsche Bundesregierung für die Entwicklung des Logos für den G7-Gipfel der größten Industriestaaten, der am 7. und 8. Juni im bayerischen Schloss Elmau stattfand, exakt 79.964,43 Euro aus. Dies ergab eine Anfrage der Transparenzorganisation abgeordnetenwatch.de an die Bundesregierung.

Die Höhe der Entwicklungskosten begründet die Bundesregierung u.a. damit, dass das ursprünglich geplante Logo „aufgrund der aktuellen politischen Lage“ im Papierkorb gelandet war. Denn im Februar 2014, als die Logo-Planungen begannen, sei man von der Teilnahme Russlands ausgegangen, also von einem G8-Gipfel. Doch mit der Ausladung von Wladimir Putin und der „daraus resultierenden Verkleinerung des Teilnehmerkreises“ musste aus dem G8- ein G7-Logo werden – und die Grafiker von vorne anfangen.

Damit jedoch die Kosten von knapp 80.000 Euro zu begründen, scheint sehr gewagt. Denn das offizielle G7-Logo besteht aus sieben bunten, gezackten Strichen, die einen Berg symbolisieren.

 

B. T.

 

 

(Bild: Deutsche Bundesregierung/wikimedia.org)