Führungschaos und interne Streitereien gehen an der SPD nicht spurlos vorüber. In einer neuen, von der „Bild“-Zeitung veröffentlichten repräsentativen Umfrage des Insa-Instituts sind die Genossen auf den dritten Platz abgerutscht. Oder anders formuliert: Die SPD wurde in der Wählergunst von der Alternative für Deutschland (AfD) überholt. Wäre am Sonntag Bundestagswahl, käme die AfD auf 16 Prozent und die SPD nur mehr auf 15,5 Prozent. Und noch eines zeigt sich: Während die Patrioten weiterhin im Aufwind sind (plus 1 Prozent gegenüber der letzten Umfrage), setzt sich der Sinkflug der Roten (minus 1,5 Prozent) fort.

Vom Chaos bei der SPD dürfte auch die Union profitieren. Denn CDU und CSU legen zusammen um zwei Prozent auf 32 Prozent zu. Die Grünen kämen auf 13 Prozent, die Linkspartei auf elf und die FDP auf neun Prozent.

Interessant wird sein, wie die rund 463.000 SPD-Mitglieder auf die neueste Umfrage reagieren werden. Denn sie stimmen derzeit über die Annahme des Koalitionsvertrags mit der Union ab. Sollten sie zur Neuauflage der „GroKo“ Nein sagen, dann käme es wohl zu vorgezogenen Bundestagswahlen. Und da sind die Aussichten für die Genossen alles andere als rosig.

[Text: B. T.; Bild: Wikipedia/Oxfordian Kissuth; Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported]