„Wahltag ist Zahltag“, heißt es immer wieder. Und bei der Landtagswahl im norddeutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern haben die Wähler Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihrer zerstörerischen „Wir schaffen das Politik“ die Rechnung präsentiert. Die patriotische Alternative für Deutschland (AfD) erreichte aus dem Stand heraus 20,8 Prozent und wurde damit zweitstärkste Kraft im Schweriner Landtag, während Merkels Christdemokraten (CDU) nur mehr 19 Prozent (minus vier Prozent) erreichte und auf den dritten Platz kamen.

Stärkste Partei (30,6 Prozent) bleiben die Sozialdemokraten, die ebenso wie die Linkspartei (nunmehr 13,2 Prozent) deutliche Verluste einstecken mussten. Grüne und NPD flogen aus dem Landtag, die FDP verfehlte den Einzug klar. Äußerst positiv ist der deutliche Anstieg der Wahlbeteiligung auf 60,5 Prozent. Oder anders ausgedrückt: Die AfD, die, wie Wählerstromanalysen zeigen, besonders stark bei bisherigen Nichtwählern punktet, bringt Politikverdrossene wieder in die Wahllokale und stärkt somit die Demokratie.

Auch wenn in Mecklenburg-Vorpommern nur rund 1,3 Millionen Wähler leben, hat diese Landtagswahl große bundespolitische Auswirkungen. Denn in ziemlich genau einem Jahr finden die nächsten Bundestagswahlen statt, und angesichts des desaströsen Ergebnisses der CDU steigt der Druck auf Merkel, die sich noch nicht festgelegt hat, ob sie für die Union wieder als Kanzlerkandidatin antreten will. Stattdessen verteidigt sie lieber stur ihre „Wir schaffen das“-Politik. Klare Worte kommen deshalb von der Schwesterpartei CSU. Bayerns Markus Söder sagte etwa mehreren Zeitungen: „Die Stimmung der Bürger lässt sich nicht mehr ignorieren. Es braucht einen Kurswechsel in Berlin.“

 

[Text: B. T.; Bild: AfD.MV/facebook]