Bei der Berichterstattung sind sich die Systemmedien von ARD bis ORF einig. Es war ein überraschender und großartiger Sieg der CDU und eine enttäuschendes Ergebnis für die SPD und auch die Linkspartei und die AfD hätte den Einzug in den saarländischen Landtag geschafft. Tatsächlich hat die regierende CDU entgegen dem Bundestrend 5,5 Prozentpunkte dazu gewonnen und die SPD, trotz des als Wundermann gefeierten neuen Parteiobmannes Martin Schulz einen Prozentpunkt verloren. Der große Sieger, die AfD findet nahezu keine Erwähnung, obwohl sie aus dem Stand auf 6,2 Prozent gekommen ist. Zufrieden zeigte sich mit dem Ergebnis daher auch die EU-Parlamentarierin und stellvertretende AfD-Vorsitzende Beatrix von Storch: „Die Botschaft ist, dass die AfD in einen weiteren Landtag eingezogen ist und trotz schwieriger interner und externer Umstände stabil ist.“

Schamhaft verschwiegen wird von den Systemmedien der Absturz der Grünen, die an der 5-Prozent-Hürde gescheitert sind und damit ihre Sitze, die sie seit 2004 im saarländischen Landesparlament innehatten, räumen mussten. Es war überhaupt ein schwarzer Tag für linke Parteien. Neben den Verlusten für SPD und Grüne stürzten auch die Piraten von 7,4 Prozent auf 0,7 Prozent ab und die Linkspartei von Oscar Lafontaine verlor ebenfalls über 3 Prozentpunkte. Bemerkenswert ist die um 8 Prozentpunkte gestiegene Wahlbeteiligung. Die Zuwächse für AfD und CDU zeigen von diesem Gesichtspunkt aus, dass die so oft zitierte „schweigende Mehrheit“ wohl eher Mitte-rechts angesiedelt ist. Und, dass sie in krisenhaften Zeiten durchaus zu mobilisieren ist.

 

[Text: W. T.; Bild: metropolico.org]