Während der Westen Russland für die dramatische Lage in der nordsyrischen Stadt Aleppo verantwortlich macht, erhebt der russische Generalstab schwere Vorwürfe gegen die von den USA unterstützten „Rebellen“. Sergej Rudskoj vom russischen Generalstab erklärte gegenüber der Presse, islamistische Gruppen hätten in dem vom ihnen gehaltenen Ostteil der Stadt eine neue Welle der Mobilisierung begonnen – und würde dabei auch Jugendliche zwangsrekrutieren.

Laut russischem Generalstab führte allein die Al Nusra-Front, die von der UNO als terroristische Organisation eingestuft wird, rund 1.000 Zwangsrekrutierungen durch. Die Jugendlichen würden eingesetzt, um die Blockade Ost-Aleppos durch die syrischen Regierungstruppen zu durchbrechen. Für die Islamisten sind die Jugendlichen Kanonenfutter wie Ruskoj ausführte. Denn bei den Versuchen, die Blockade zu durchbrechen, würden sich die Islamisten hinter Kämpfern ohne Erfahrung, also hinter den Jugendlichen verstecken, um die eigenen Verluste zu minimieren. Auch würden die Terroristen Zivilisten als menschliche Schutzschilde einsetzen.

Wie es aus dem russischen Generalstab heißt, kennen die Islamisten kein Mitleid mit den Jugendlichen: „Die Jugendlichen, die gegen ihren Willen mobilisiert wurden, und die sich weigern, ihre Aufgaben zu erfüllen und massenhaft desertieren, wurden zur Zielscheibe von Repressalien. Diese Aktionen haben Proteste und Eltern und Angehörigen der zwangsrekrutierten Jugendlichen nach sich gezogen.“ Allerdings zöge jeder Widerspruch eine brutale Antwort der Terroristen nach sich.

 

[Text: B. T.; Bild: Voice of America/wikimedia.org]