Deutsche Literatur war jahrhundertelang prägend für die europäische Geistesgeschichte. Bis weit in die Nachkriegszeit führte die schreibende Zunft staatskritische Diskurse und bestimmte die gesellschaftliche Stimmung maßgeblich mit. Die Frankfurter Buchmesse versammelte einst die Nomenklatura der deutschsprachigen Literatur; die Messen der jüngsten Zeit offenbaren sich immer mehr als Propagandaschau der bunten Republik.

„Die Frankfurter Buchmesse ist weltweit eine der wichtigsten und größten Plattformen der Verlagsindustrie. Immer wieder finden sich hier auch rechtskonservative bis völkisch-nationalistische Medien“ kritisiert die Initiative „Buchmesse gegen Rechts“, ein von linkslinken Zeitgeistlern, Hochschuldozenten und sogenannten Künstlern, wohlgemerkt allesamt an den fetten Töpfen staatlicher Subventionen. Auch in diesem Jahr haben sich Verlage und Autoren aus dem konservativen Umfeld nicht mehr ausschließen lassen; die Wahlerfolge der AfD zeigen, daß die Gesinnungsdiktatur in der Bundesrepublik immer schlechter funktioniert. Immer weniger Bürger können sich ausgrenzen lassen, umso härter müssen die Zensurmaßnahmen und Gängeleien aufgefahren werden. Aus diesem Grund wandte sich der „Arbeitskreis Buchmesse gegen Rechts“ in einem offenen Brief an die Leitung der Frankfurter Buchmesse. Die bislang 190 Unterzeichner – ein Sammelsurium von Personen mit akademischen Titeln – mehrheitlich Geldempfänger staatlicher Universitäten und anderweitig tätige Anti-Rassismus-Kämpfer- forderten die „Absage aller antidemokratischen und rassistischen Veranstaltungen auf der Buchmesse und erwarten eine Positionierung gegen Rassismus und Nationalismus jeder Couleur“, so die Initiative.

Ein besonderer Dorn im Auge ist dabei der Verlag Antaios des deutschen Verlegers Götz Kubitschek, der einen 12 qm großen Eckstand geplant, bezahlt und bereits gestaltet hat. Außerdem hat der Verlag vier Veranstaltungen im Rahmen des Forums „Bildung und Wissenschaft“ angemeldet und mindestens einen Umtrunk am Stand vor, an dem einige Autoren anwesend sein werden: Martin Lichtmesz, Caroline Sommerfeld, Ellen Kositza, Erik Lehnert, Mario Müller, Martin Sellner, Thor v. Waldstein, Akif Pirincci und Wiggo Mann werden nicht nur aus ihren aktuellen Werken lesen, sondern auch dem interessierten Fachpublikum zum persönlichen Gespräch zur Verfügung stehen.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema in der neuen Ausgabe der Zur Zeit, entweder hier als E-Paper, oder ab Freitag in Ihrem Kiosk.

 

 

[Bild: metropolico.org]