Wenn es um die Bereiche Einwanderung und Multikulti geht, verbreiten Linke gerne alternative Fakten. Ein Beispiel ist Sigmar Gabriel, seines Zeichens Außenminister der Bundesrepublik Deutschland. Bereits am 6. Jänner sagte der SPD-Politiker bei einem Treffen mit seinem türkischen Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu in Gaslar: „Deutschland hat viel davon profitiert, dass Menschen aus anderen Teilen der Welt, insbesondere der Türkei, nach dem Zweiten Weltkrieg zu uns gekommen sind und das Land aufgebaut haben.“

Dieser Satz aus dem Mund Gabriels blieb unwidersprochen, obwohl er nicht der Wahrheit entspricht. Denn bekanntlich haben die Deutschen ihr Land nach dem Zweiten Weltkrieg selbst wiederaufgebaut, wobei die sogenannten Trümmerfrauen einen bemerkenswerten Anteil geleistet hatten. Und die (Massen-)Einwanderung der Türken setze erst ein, nachdem am 31. Oktober 1961 das Gastarbeiterabkommen zwischen Deutschland und der Türkei unterzeichnet wurde. Aber zu diesem Zeitpunkt war der Wiederaufbau bereits abgeschlossen.

Mevlüt Cavusoglu nickte übrigens zustimmend zu Sigmar Gabriels Geschichtsmärchen. Kein Wunder, schließlich sehen die selbstbewussten Türken gerne Unterwerfungsgesten der Deutschen.

 

[Text: B. T.; Bild: Raul Mee (EU2017EE)]