Mit dem Schlagwort „Krieg gegen den Terror“ rechtfertigt die USA zahlreiche Verbrechen, welche sie in den letzten Jahren in anderen Ländern – vordergründig zu deren Wohl – begangen hat. Wichtiger Teil dieses Krieges sind die Drohnen, also unbemannte und ferngesteuerte Flugkörper, welche Präzisionsschläge gegen vermutliche Terroristen führen.

Soweit so gut – sieht man einmal von der nicht ganz unumstrittenen rechtlichen Lage ab, da hier mutmaßliche Terroristen einfach ohne Verfahren exekutiert werden –, sind die schlichten Fakten schon erschreckend genug: Die USA fliegen vor allem in Afghanistan, Pakistan und dem Jemen Drohneneinsätze, in erster Linie gegen al-Quaida und andere militante Gruppen. Schätzungen zufolge sollen bisher 3.000 Menschen von Drohnen getötet worden sein. Laut „The Bureau of Investigative Journalism“ (TBIJ) – einer in London ansässigen Journalistenorganisation – handelte es sich aber bei lediglich zwölf Prozent dieser Toten um wirklich militante Kämpfer und nur vier Prozent von ihnen sollen überhaupt Mitglieder von al-Quaida gewesen sein.

Ortsansässige Journalisten gehen sogar soweit und sagen, dass die Opfer dieser Exekutionen zumeist willkürlich gewählt sind – es reichen schon ein langer Bart und lange Haare um ins Fadenkreuz der Amerikaner zu kommen.

 

W.-R. M.

 

 

(Bild: Bobbi Zapka/U.S. Air Force/wikimedia.org)