Wie es scheint, hat eine Betreuerin des AMS Horn den Lebenslauf eines Herren ohne auf seine Wünsche Rücksicht zu nehmen eigenmächtig mit den Worten geändert: „Na, so schreibt man das nicht. Religionsbekenntnis und Geburtsort haben darin nichts verloren. Das ist unfair gegenüber Migranten. Bitte noch einmal verfassen.“

Bei der offiziellen Stellungnahme zu dem Fall hieß es dann: „Bei der Religionszugehörigkeit handelt es sich um sensible Daten, da muss die Betreuerin den Kunden ansprechen und hinweisen. Der Geburtsort kann Anlass für Diskriminierung sein, daher ist das AMS der Auffassung, dass es nicht viel bringt, den Geburtsort anzuführen. (für Inländer schon, Anm. d. Redaktion)
Aber der Geburtsort kann angeführt werden, Religion nur auf ausdrücklichen Kundenwunsch, und es wird intern in der EDV dokumentiert.“

Zur Frage des Geburtsortes und der Religionszugehörigkeit sagte Ferdinand Schopp, Leiter des AMS Horn: „Dies ist heute nicht mehr üblich. Sensible Daten werden nicht mehr veröffentlicht. Wenn das aber jemand haben möchte, kann er es natürlich dazuschreiben und es wird dann so an Firmen weitergegeben." „Sensibel“ sind die Angaben zur Religion ja wohl nur deshalb, weil immer mehr Menschen eben keine Moslems mit ihren oft archaischen Religionsvorstellungen in ihrer engeren Umgebung haben möchten.

Man fragt sich daher auch, für wen die Angabe des Geburtsortes von Nachteil sein kann. Sicherlich nicht für einen Waldviertler, der in seiner Umgebung Arbeit sucht. Und andersrum gefragt: Warum soll ein Arbeitgeber sich nicht aussuchen dürfen, wen er einstellt? Es muss doch jeder das Recht haben, sich seine Mitarbeiter nach seinen Vorstellungen auszusuchen. Das Gefasel und die Regeln zur angeblichen Verhinderung von Diskriminierung führen so nämlich schon lange dazu, dass Inländer diskriminiert werden.

Abschließend wäre es auch noch interessant zu erfahren, ob man einer mohammedanischen Bewerberin etwa geraten hätte, das Kopftuch für das Foto abzunehmen...

 

[Text: H. W.; Bild: Plp/wikimedia.org]