Spätestens nach dem Selbstmordanschlag von Ansbach, bei dem sich ein 27-jähriger Syrer, der als „Flüchtling“ nach Deutschland gekommen war, in die Luft sprengte und mehrere Menschen verletzte, mehren sich die Zweifel an der „Willkommenskultur“. Schließlich kommen nicht nur angeblich „Schutzsuchende“, sondern auch potenzielle Terroristen. In diesem Zusammenhang zitiert die „Neue Osnabrücker Zeitung“ aus einem Bericht des deutschen Bundeskriminalamtes (BKA): „Angesichts der anhaltenden Zuwanderungsbewegung nach Deutschland müssen wir davon ausgehen, dass sich unter den Flüchtlingen auch aktive und ehemalige Mitglieder, Unterstützer und Sympathisanten terroristischer Organisationen oder islamistisch motivierte Kriegsverbrecher befinden können.“

Des Weiteren schreibt das Blatt unter Berufung auf das BKA, die Anschläge von Paris hätten gezeigt, dass der IS „die Flüchtlingsbewegung nutze, um Attentäter nach Europa zu schleusen“. Alles andere als beruhigend ist auch die Einschätzung des BKA, wonach „Europa und auch Deutschland schon seit längerer Zeit im Zielspektrum des islamistischen Terrorismus stehen“. Die unkontrollierte Masseneinwanderung machen es nun islamistischen Terrororganisationen leichter, ihre Ziele zu verwirklichen.

Ein weiteres Sicherheitsrisiko sind die sogenannten „foreign fighters“, also ausländische Kämpfer die von Europa nach Syrien und in den Irak reisten, um sich dort dem IS anzuschließen. Bei ihnen handelt es sich in der Regel um Einwanderer aus moslemischen Ländern bzw. um in Europa geborene Kinder von moslemischen Einwanderern.

Die europäischen Polizeibehörde Europol schätzt die Zahl der ausländischen Kämpfer auf 5.000. Von ihnen seien zwischen 1.500 und 1.800 wieder in die EU zurückgekehrt und stellen ein gewaltiges Sicherheitsrisiko dar. Zwar haben „viele davon weder die Absicht noch die Fähigkeit, terroristische Anschläge zu verüben“, schreibt Europol in einem Bericht, aber „dennoch bleiben hunderte potenzielle Terroristen übrig, die eine Gefahr für die Sicherheit in Europa darstellen.“

 

[Text: B. T.; Bild: United States Army Alaska/wikimedia.org]