Nach mehreren tödlichen Anschlägen, für welche die Terrormilizen des „Islamischen Staates“ (IS) und die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK verantwortlich sind, setzt die Türkei auf die militärische Karte. Aber die Türkei will noch mehr, nämlich eine „Sicherheitszone“ im Nordwesten Syriens einrichten.

Mit der „Sicherheitszone“ sollen also nicht Zivilisten vor den IS-Schergen geschützt werden, sondern der Sturz des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad vorangetrieben werden. So schreibt die „Washington Post“ am 26. Juli: „Voll umgesetzt, würde es (das Abkommen, Anm.) auch amerikanische Flugzeuge in ausgesprochene Nähe zu Stützpunkten, Kampfflugzeugen und Luftabwehr der syrischen Regierung bringen, und die oppositionellen Rebellen, die unmittelbar gegen Präsident Baschar al-Assads Regime kämpfen, würden profitieren.“

Vieles deutet also darauf hin, dass für den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan der Anschlag in Suruc, der 32 Todesopfer gefordert hatte, sowie ein Schusswechsel an der syrischen Grenze, bei der ein türkischer Soldat vom IS getötet wurde, der willkommene Anlass sind, um neben der Bekämpfung der PKK im Sinne des US-Verbündeten den Sturz Assads zu beschleunigen.

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B. T.

 

 

(Bild: SAC Helen Farrer RAF Mobile News Team/wikimedia.org)