Die EU will Maßnahmen beschließen, um die angebliche russische Medienpropaganda zu bekämpfen. Besser beraten wäre die selbsternannte Wertegemeinschaft jedoch, vor der eigenen Türe zu kehren. So findet sich in einem niederländischen Schulbuch für 16-jährige Schüler eine Karikatur, die Russland als ein Monster mit Krallen darstellt, das nach der Ukraine greift, während Europa der Ukraine die helfende Hand reicht. Und in dem Sozialkundelehrbuch wird dazu die Suggestivfrage gestellt, um die Jugendlichen zu manipulieren: „Was macht Russland, und was macht Europa auf diesem Bild?“

Des Weiteren soll den Schülern eine einfache Sicht vermittelt werden, welche die Welt in „gute“ und „böse“ Länder einteilt. Im Zusammenhang mit dem angeblich herrschenden „Grad an Freiheit“ werden wenig überraschend Russland und China als „nicht frei“ dargestellt, während die EU-Mitgliedstaaten und die USA als die freiesten Länder ausgewiesen werden. Michel Philipsen, der den Inhalt des fragwürdigen Schulbuches im Internet bekannt machte, sagt zum russischen Sender RT: „Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs war in den Niederlanden die antirussische Propaganda sehr stark. Seit dem Ende des Falls des sogenannten Eisernen Vorhangs ist die ein bisschen zurückgegangen.“ Hinzuzufügen wäre, dass heute die antirussische Propaganda nicht nur in den Niederlanden wieder zunimmt.

 

B. T.

 

 

(Bild: Screenshot rt.com)