1987 wurde ISA laut Presseaussendung vom hochrangigen Mossad-Offizier Mirza David gegründet. Seitdem ist die Sicherheitsakademie auch für viele staatliche Sicherheitsbehörden rund um den Globus als Ausbildner aktiv. In Europa war z.B. die bundesdeutsche GSG9 staatlicher Kunde der ISA.

Doch die Selbstverteidigungsschule in Mureck, welche in Zeiten steigender Gewalt im öffentlichen Raum von jedem vernünftigen Menschen eigentlich begrüßt werden sollte, stößt nicht überall auf Gegenliebe. Der rote Bürgermeister von Mureck, Anton Vukan, lehnt die israelische Unternehmung gegenüber der „Kleinen Zeitung“ strikt ab: „Wir brauchen und wollen so etwas nicht in unserer Gemeinde. Das hat in unserer Gemeinde nichts zu suchen und wir werden alles unternehmen, um das zu verhindern."

Der SPÖ Bürgermeister will die geplanten Kurse, die in einem privaten Tourismusbetrieb stattfinden sollen, mit rechtlichen Mitteln bekämpfen. Er hat wegen angeblicher gesetzlicher Bedenken sogar den Verfassungsschutz informiert. Außerdem fehle dem Gastwirt die Bewilligung, derartige Kurse in einem Gastronomie Betrieb zu veranstalten.

Der Klubobmann der steirischen Grünen, Lambert Schönleitner, ist gegen Selbstverteidigung „made by Israel“. Er behauptet etwa: „In den ISA-Kursen wird Menschen beigebracht zu töten“. Im Übrigen fürchten die linken Gegner des Projekts, dass die ISA rechtsextreme und gewaltbereite Kundschaft anziehen könnten.

Auch andere linke Gruppen fordern die sofortige Schließung des „Sicherheits-Camps“ so auch die sogenannten „Frauen in Schwarz“ aus Wien, die schon mit „antizionistischen“ Aktionen aufgefallen sind. Der steirische Unternehmer Corino Fabiani (streitet eine Nähe zur FPÖ übrigens nicht ab), in dessen Räumlichkeiten die Kurse stattfinden sollen, wehrt sich hingegen: Er „verwahre sich gegen diese Vorwürfe und betont, die Kampftechnik sei großteils vorbeugend, auf Vermeidung von Gewalt ausgerichtet und beinhalte die gelehrten Selbstverteidigungsmethoden nur als letztes Mittel“. Die Kritik des Bürgermeister Vukan habe ihn indessen nicht überrascht. Dieser sei „sehr, sehr links“

Wäre es umgekehrt und würde sich es bei dem Bürgermeister um einen FPÖ-Mann handeln und bei dem Unternehmer um einen Sozi, dann würden sich die Mainstream-Medien wohl mit Antisemitismus-Vorwürfen überschlagen. Da hier aber die Kritiker von links kommen, hört man derartiges natürlich nicht. Gern wird vergessen, dass Antisemitismus durchaus Tradition bei den Sozialdemokraten hat.

Neben dieser Heuchelei könnte man fast auf die lächerliche Warnung vor der „Gefahr“, dass sich durch die Israelis Rechtsextreme angezogen fühlen könnten, vergessen. Warum sich die ja sonst nicht gerade als semitophil geltenden Rechtsextremisten sich plötzlich zu den Mossad-Spezialisten hingezogen fühlen sollten, wissen auch nur die linke „Pazifisten“. Jene Leute, die mit gewaltbereiten Asylanten weit weniger Probleme haben als mit Menschen, die Selbstverteidigung lehren und die versuchen, Verbrechen zu verhindern.

[Text: H.W.; Bild: Wikipedia/Vicomte56; Lizenz: CC BY-SA 4.0]