Für einige Teilnehmer der linksradikalen Gegendemo zur Kundgebung der Identitären Bewegung (IB) am 20. Februar in Klagen könnte es nun ein gerichtliches Nachspiel geben. Denn der Hauptredner bei der Kundgebung der IB, der kroatische Universitätsprofessor Tomislav Sunic, wandte sich nun mit einer Sachverhaltsdarstellung bzw. Anzeige an die Staatsanwaltschaft Klagenfurt. Dabei geht es um den Verdacht auf schwere/gefährliche Drohung, Verhetzung, Gutheißen von strafbaren Handlungen und Verbrechen nach dem Verbotsgesetz, weil ein linker Gegendemonstrant den „Hitlergruß“ gezeigt hatte.

Wie Sunic an die Staatsanwaltschaft Klagenfurt schreibt, wurde aufseiten der Gegendemonstration – an welcher der Grünen-Nationalratsabgeordnete Matthias Köchl teilnahm – „ein Plakat von Linksradikalen der Autonomen Antifa Kärnten mit offenen Drohungen Richtung meiner Person und den Demonstranten der IB gerufen und das Plakat gezeigt: ‚Wir kriegen Euch Alle‘ und auf einem Transparent stand: ‚Tito hats bewiesen. Nazis erschiessen. Punkt. schluss mit lustig.‘ Weiters wurde drohend gerufen: ‚Flüchtlinge bleiben Nazis vertreiben‘.“

Wie Sunic weiters schreibt, waren „mehrere Transparente und die Spruchbänder der Autonomen Antifa Kärnten mit den Gesetzen der Republik Österreich nicht vereinbar“. Außerdem weist er darauf hin, dass Transparente mit den weiteren Drohungen und Spruchbändern „Smrt fašizmu“ und „Nazis Vertreiben“ ein Aufruf zu Mord und weiteren Verbrechen sind. Sunic erklärt: „Diese Aufrufe knüpfen offenbar bei der Hetze und den Verbrechen des Tito-Regimes an, wo Angehörige der Südkärntner Bevölkerung (Verschleppte) sowie der slowenischen, kroatischen, deutschen, serbischen, bosnischen sowie anderer Volksgruppen kollektiv als ‚Nazis‘ oder ‚Faschisten‘ stigmatisiert und zu hunderttausenden vertrieben oder getötet wurden.“

Man darf gespannt sein, ob die Staatsanwaltschaft Klagenfurt mit der gebotenen Härte gegen die Linksextremen strafrechtlich vorgibt oder kein Verfahren einleitet und ihnen damit einen Freibrief für weitere Straftaten gibt.

 

[Text: B. T.; Bild: Screenshot Youtube]