Während die nordsyrische Stadt Aleppo kurz vor der Befreiung von den islamistischen Terroristen, von westlichen Systemmedien verharmlosend „Rebellen“ genannt, steht, konnte der IS die Wüstenstadt Palmyra wieder einnehmen. Unklar ist die Rolle der USA, die den IS angeblich bekämpfen und mit Satellitenaufklärung und anderen nachrichtendienstlichen Maßnahmen seine Truppenbewegungen verfolgen können.

Zweifel über die Rolle der Vereinigten Staaten brachte nun auch Richard Black zum Ausdruck. Gegenüber „Russia Today“ sagte der republikanischer Senator aus dem US-Bundesstaat Virginia. Aufgrund der Tatsache, dass die Umgebung Palmyras aus einem „sehr kargen“ Gebiet bestehe, sei es „undenkbar, dass die von den USA angeführte Koalition die massiven Truppenbewegung Richtung Palmyra nicht gesehen hat“. Zudem zeigte sich Black „erstaunt, dass der IS in der Lage war, Palmyra anzugreifen“. Denn es sei „wichtig zu bedenken, dass die Entfernung zwischen den vom IS gehaltenen Gebieten und Palmyra schätzungsweise 100 Meilen (ca. 160 Kilometer Anm.) beträgt.

Und dann sagte der Senator, er glaube, dass es unter der Obama-Regierung „unglücklicherweise ein großes Abkommen zur Zusammenarbeit zwischen terroristischen Kräften und der von den USA geführten Koalition gebe“, zumal die USA „nicht eine einzige Bombe“ auf den IS bei dessen Vorstoß nach Palmyra abgeworfen haben.

Von der Hand zu weisen sind Blacks Vorwürfe nicht. Offenbar soll aufgrund der sich abzeichnenden vollständigen Befreiung Aleppos eine neue Front eröffnet werden, um die Regierungstruppen von Baschar al Assad und Russland, das den syrischen Präsidenten militärisch unterstützt, in neue Kämpfe mit den Islamisten zu verwickeln.

 

[Text: B. T.; Bild: Abkhazian Network News Agency/wikimedia.org]