Hart mit der verfehlten Politik europäischer Spitzenpolitiker ging Syriens Präsident Baschar al-Assad ins Gericht. Diese seien für die Masseneinwanderung nach Europa (mit-)verantwortlich, sagte Assad der syrischen Nachrichtenagentur SANA zufolge einer Delegation des EU-Parlaments, die nach Damaskus gereist war. „Die Situation in Syrien und der gesamten Region beeinflusst natürlich Europa aufgrund der geografischen Lage und bestehender sozialer Bindungen. Die Probleme, mit denen Europa heute konfrontiert wird – Terrorismus, Extremismus und Flüchtlingswellen –, wurden dadurch verursacht, dass manche europäische Spitzenpolitiker eine Politik betreiben, die ihren Völkern nicht dient“, wird Syriens Präsident zitiert. Zudem wies der Präsident darauf hin, dass durch die Wirtschaftssanktionen des Westens viele Syrer gezwungen seien, ihre Heimat zu verlassen.

Bereits vor ein paar Tagen sagte Assad in einem Interview mit einem australischen Sender, „die meisten, die Syrien verlassen haben, möchten zurückkommen nach Syrien. Wir begrüßen jede humanitäre Hilfe, die andere Länder den Flüchtlingen habe zukommen lassen. Aber es gibt etwas, was noch humanitärer ist und weniger kostet – nämlich ihnen zu helfen, in ihrem Land zu bleiben; ihnen zu helfen, zurückzukehren, indem man hilft, die Stabilität in Syrien wiederherzustellen – und nicht Schutzschirme zur Unterstützung der Terroristen zu geben“. Außerdem sagte Assad, „wenn man Menschen als Flüchtlinge verliert, verliert ein Land seine menschlichen Ressourcen“, weshalb man die Rückkehr der Flüchtlinge unterstützen werde.

Die USA, und in deren Gefolge europäische Staaten wie Frankreich oder Großbritannien, gießen mit der Unterstützung sogenannter „moderater“ Rebellen unnötig Öl in den seit bald fünfeinhalb Jahren dauernden Konflikt. Denn die „moderaten“ Rebellen erweisen sich in den allermeisten Fällen als Trug- bzw. Wunschbild. Die Waffen, die ihnen etwa über die Türkei geliefert werden, landen oftmals in den Händen dschihadistischer Terrorbanden wie dem IS.

 

[Text: B. T.; Bild: Kremlin.ru/wikimedia.org]