Geht es darum, die Merkel-Gäste ordentlich unterzubringen, scheint nichts zu teuer zu sein. So zumindest in Köln, wo bis zu 150 Asylwerber – von den Medien politisch korrekt als „alleinreisende Männer“ bezeichnet – in ein ehemaliges Luxushotel einziehen werden. Denn der Kauf und notwendige Sanierungsarbeiten im Bonotel, wo in den 80er und 90er Jahren Gäste wie Bud Spencer, Diego Maradona oder Larry Hagman abstiegen, kostet die Steuerzahler 9,2 Millionen Euro – das macht bei Vollbelegung pro „alleinreisendem Mann“ 61,333,33 Euro.

Unverständlich ist, dass die Stadt Köln die gewaltigen Kosten für die sogenannten Flüchtlinge verteidigt. „Wir haben viel Lehrgeld gezahlt“, sagte Josef Ludwig, der Leiter des Wohnungsamtes der Domstadt, dem „Kölner Stadtanzeiger“. Damit meinte er die Kosten für die Sanierung des Gebäudes, das die Stadt um 5,8 Millionen Euro erworben hatte. Aber dennoch sei das aus „damaliger Sicht richtig, weil wir sehr viele Flüchtlinge in kurzer Zeit unterbringen mussten. Und wir würden heute wieder so entscheiden“, rechtfertigt Ludwig die Belastung der Steuerzahler. Denn laut einer Wirtschaftlichkeitsrechnung sei ein Kauf immer noch 6,5 Millionen Euro günstiger sei als die Anmietung eines fiktiven anderen Gebäudes über einen Zeitraum von 20 Jahren.

Kein Verständnis für die Politik der Stadt Köln hat die AfD Sachsen. Deren Generalsekretär Uwe Wurlitzer meint in einer Aussendung, als Kölner würde er „auf die Barrikaden gehen“. Nicht nur, dass man für die Hälfte der Kosten für einen sogenannten Flüchtling ein Wohnmobil bekommt, vielmehr stellt Wurlitzer auch die Frage, wer die Kosten für die Reinigung und Pflege des Objekts übernimmt und was mit Strom, Heizung, Rundfunkgebühren und der jährlichen Heizkostenabrechnung ist.

 

[Text: B. T.; Bild: Lievrée/wikimedia.org]