Nicht nur bei den Bundesgrünen und bei den Grünen in Wien herrscht Chaos vor, sondern auch bei den Grünen in Kärnten. Hier ist die Aufregung groß, nachdem die Landessprecherin Marion Mitsche bei der Landesversammlung am vergangenen Samstag von ihrer Partei eine Abfuhr erhalten hat. Besonders lustig: bei der Erstellung der grünen Listen durften „Asylanten“ mitstimmen – und da diese nicht nach dem Willen der ehemaligen Spitze gestimmt haben, sondern sich „instrumentalisieren“ ließen, sorgt das jetzt für Unmut innerhalb der Kärntner Grünen: „Wenn Asylwerber, die kein Wort Deutsch verstehen, dafür missbraucht werden, um bei einer Landesversammlung die Liste nach Wunsch Einzelner zu gestalten, mit dem Ziel, fähige Menschen zu vertreiben, dann wurde weder Basisdemokratie noch Integration richtig verstanden“, kritisiert Thomas Winter-Holzinger auf Facebook die Entwicklung innerhalb seiner Partei. Er ist seit den Klagenfurt-internen grünen Zerwürfnissen vom Sommer 2016 Klubchef des Klagenfurter Gemeinderatsklubs. Weiters bestätigt Lesjak: Laut Parteistatut sind Asylwerber, die Mitglieder der Grünen sind, stimmberechtigt. „Für mich ist das nicht logisch, denn sie haben auch kein Wahlrecht in Österreich.“

 

[Text: W.-R. M.; Bild: Die Grünen Kärnten]