Nun wurde gewissermaßen amtlich festgestellt, dass ein großzügiges Sozialsystem Asylanten aus aller Welt anzieht. In einem aktuellen Bericht hält das UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR fest, dass von den 866.000 Erstanträgen auf Asyl, die 2014 in den Industrieländern gestellt wurden, ein Fünftel bzw. 173.000 in der Bundesrepublik Deutschland gestellt wurden. Insgesamt sei in den Industriestaaten im Vorjahr gegenüber 2013 die Zahl der Erstanträge um 45 Prozent gestiegen.

Bürgerkriege wie in Syrien und die de facto ungesicherte EU-Außengrenze sorgen dafür, dass heuer die Zahl von Wirtschafts- und Armutsflüchtlingen, aber auch von politisch Verfolgten, weiter steigen wird. Stefan Studt, Innenminister von Schleswig-Holstein, rechnet für 2015 mit einer halben Million Asylanträgen. Der SPD-Politiker erklärt: „Wenn wir unsere Zahlen hochrechnen, müssen wir 2015 in Deutschland mit 500.000 bis 550.000 neuen Asylbewerbern rechnen und nicht nur mit 300.000, wie vom Bundesamt (für Migration und Flüchtlinge, Anm.) angegeben“.

Der Ansturm auf die Bundesrepublik kostet die Steuerzahler eine Menge Geld. 2015 und 2016 will die Bundesregierung für die Asylanten eine Milliarde Euro ausgeben.

 

B. T.

 

 

(Bild: Timothaus/wikimedia.org)