„Asyl auf Zeit bringt nur mehr bürokratischen Aufwand und eine enorme Mehrbelastung der BFA-MitarbeiterInnen durch die zusätzliche Überprüfung zehntausender Asylbescheide“, sagte Caritasdirektor Michael Landau. Seine Organisation, die sonst mit ihrer „Rechtsberatung“ ohne Bedenken für lange Verfahren verantwortlich ist, sorgt sich plötzlich um möglichen bürokratischen Aufwand.

Herr Landau vergisst, dass bei einer vernünftigen Anwendung des Gesetzes, etwa bei Beendigung des Bürgerkrieges in Syrien, auf einen Schlag alle Syrer ihre Aufenthaltsberechtigung verlieren müssten. Denn genauso unindividuell wird ja auch jetzt bei der Aufnahme entschieden. Praktisch kein Einziger kann eine persönliche Verfolgung glaubhaft machen. Weiters meint der Herr von der Caritas: „Familienangehörige von Asyl- und subsidiär Schutzberechtigten finden sich zumeist in vergleichbar gefährlichen Situationen für Leib und Leben wieder, wie die bereits geflüchteten Familienmitglieder. Die Einschränkungen bei der Familienzusammenführung als praktisch letzten Weges einer legalen Möglichkeit, Schutz in Europa zu suchen, sind zynisch und zwingen Flüchtende dazu, die Dienste von Schleppern in Anspruch zu nehmen".

So, so, einerseits erklärt man ständig es kommen so viele junge Männer (rund 80 % aller Asylsuchenden) weil die Flucht so gefährlich ist. Jetzt ist plötzlich wieder alles anders und nun ist es in der Heimat gefährlicher. Man dreht und wendet es wie man es grade braucht. Absurd ist es allemal. Und für Landau das allerschlimmste: „Die angekündigte Gesetzesnovelle stellt das Menschenrecht auf Einheit der Familie in Frage“. Wer bitte zwingt die Familien sich zu trennen. Ganz bewusst werden Ankerkinder aber ausgeschickt um im Westen Fuß zu fassen. Jene, dann bei uns so sperrig „unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“ genannten, bringen der Caritas aber 95 € pro Tag an Kopfgeld ein und das ist auch für die millionenschwere Caritas nicht zu verachten.

 

 

Text: H. W.
Bild: SPÖ/Thomas Lehmann