Dänemark will ein wichtiges Zeichen gegen die Islamisierung setzen. Die Mitte-Rechts-Regierung in Kopenhagen gab bekannt, dass sie Gesichtsverhüllungen in der Öffentlichkeit per Gesetz verbieten will. Davon betroffen wären vor allem Mohammedanerinnen, die eine Burka oder einen Nikab tragen. Geplant sind auch empfindliche Strafen. Im Wiederholungsfall droht eine Geldbuße von 10.000 Kronen (rund 1.340 Euro). Hingegen sind Ausnahmen vorgesehen für landestypische Gesichtsverhüllungen, etwa bei Faschingsumzügen.

Wie der konservative Justizminister Sören Pape Poulsen erklärte, richtet sich das geplante Verbot gegen orientalische (Un-)Sitten: „Es ist mit den Werten der dänischen Gesellschaft oder dem Respekt für die Gemeinschaft unvereinbar, während eines Treffens oder im öffentlichen Raum das Gesicht zu verstecken“. Daher werde mit dem Verbot „eine Linie in den Sand gezogen und festgestellt, dass wir hier in Dänemark gegenseitig Vertrauen und Respekt zeigen, indem wir ins Gesicht des anderen schauen“. Begrüßt wird des Burkaverbot von der patriotischen Dänischen Volkspartei, die die Minderheitsregierung im Folkething parlamentarisch unterstützt. Ablehnung kommt nur von Linksaußenparteien wie den Grünen.

Aber auch die oppositionellen Sozialdemokraten unterstützen das geplante Verbot, weil es sich bei der Burka um ein Symbol für die in islamischen Ländern weitverbreitete Unterdrückung der Frau handelt. Zudem vertreten die Roten in dem nordeuropäischen Königreich – im Gegensatz zu ihren Genossen etwa in Österreich oder Deutschland – eine durchaus vernünftige Asyl- und Einwanderungspolitik. So forderte Parteichefin Mette Frederiksen die Einführung einer „Obergrenze für nichtwestliche Ausländer, die nach Dänemark kommen können“. Auch tritt Frederiksen für Aufnahmezentren für Asylwerber außerhalb Europas ein.

[Text: B. T.; Bild: Wikipedia/Steve Evans; Lizenz: CC BY 2.0]