Von seiner gutmenschlichen Seite zeigt sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter. Obergrenzen für sogenannte Flüchtlinge hält er, wie er dem Magazin „Focus“ sagt, „grundsätzlich für einen Riesenfehler“. Und Österreich müsse sich die Frage gefallen lassen, „was es mit den Flüchtlingen macht, die nach Erreichen der Obergrenze kommen.“ Sollten dann die (moslemischen) Einwanderer festgehalten oder mit Gewalt vertrieben würden, dann würde sich „das christliche Abendland dann plötzlich von einer ganz hässlichen Seite zeigen“, findet der Christdemokrat.

Zudem ist Kiesewetter davon überzeugt, dass sich die Masseneinwanderung nach Deutschland auch heuer ungemindert fortsetzen wird: „Wir müssen unsere Bevölkerung darauf vorbereiten, dass auch in diesem Jahr etwa eine Million Menschen nach Deutschland kommen.“ Für den CDU-Politiker ist die Politik der offenen Tür, wie sie von Bundeskanzlerin Merkel praktiziert wird, offenbar „ohne Alternative“. Denn Kiesewetter behauptet allen Ernstes, ein Dichtmachen der Grenzen hätte „erhebliche Folgen für innere Sicherheit“, diese würde „massiv leiden“. Die massenhaften sexuellen Übergriffe auf deutsche Frauen durch moslemische Einwanderer und Asylwerber in der Silvesternacht in Köln und anderen Städten stellen für ihn offenbar kein Problem für die innere Sicherheit dar.

In dieses Bild passt auch, dass sich Kiesewetter gegen nationale Alleingänge ausspricht und eine „europäische Lösung“ verlangt. Allerdings ist derzeit nicht absehbar, dass es zu einer „europäischen Lösung“ kommen wird.

 

[Text: B. T.; Bild: Foto-AG Gymnasium Melle/wikimedia.org]