Eine wichtige Klientel des Roten Kreuzes sind die sogenannten „Flüchtlinge“. Für sie wurde nun der Taschenratgeber „Angekommen! Fragen und Antworten zum Leben in Österreich“ entwickelt. Seitens des Roten Kreuzes heißt es, das 146 starke Büchlein „gibt in Österreich neu Angekommenen eine Orientierungshilfe an die Hand“. Verfasst ist das Büchlein ist in den Sprachen Deutsch, Englisch, Arabisch und Dari (afghanische Varietät des Neupersischen).

Die in dem Büchlein stehenden „Orientierungshilfen“ belegen, welche Schwierigkeiten mit den angeblich „Schutzsuchenden“ zu erwarten sind, weil ihnen Selbstverständlichkeiten erklärt werden. So ist etwa als Antwort auf die Frage „Wie begegne ich Frauen?“ zu lesen: „In Österreich ist es normal, dass Frauen unverhüllt auf die Straße gehen. Das bedeutet nicht, dass sie berührt oder angesprochen werden wollen. Im Gegenteil: Sich ihnen ohne ihr Einverständnis zu nähern ist nicht nur unhöflich, es kann auch als Belästigung verstanden werden und damit strafbar sein.“ Umgekehrt wird darauf hingewiesen, dass es als respektlos gilt, einem Mann die Hand zu geben und sie einer Frau zu verweigern.

Auch soll den Einwanderern nähergebracht werden, dass es als wertvoll gilt und in Österreich nicht als „haram“ (verboten) angesehen wird, wenn ein Kind lernt, ein Musikinstrument zu spielen. Auch wird darauf hingewiesen, dass in Österreich Pünktlichkeit erwartet wird. Natürlich erwartet das Rote Kreuz nicht, dass sich die Einwanderer wirklich an die hierzulande herrschenden Sitten und Gebräuche anpassen. Schließlich werden den Muselmanen Tipps gegeben, wo sie Lebensmittel bekommen, die „halal“ (erlaubt) sind, also islamischen Vorschriften entsprechen: „Einige Lebensmittelketten bieten Halal-Produkte an, die entsprechend gekennzeichnet sind. Darüber hinaus gibt es Einzelhandelsgeschäfte, in denen Sie solche Produkte kaufen können. Fragen Sie an Ihrem Wohnort, ob es solche Geschäfte gibt und wo.“

Einen bezeichnenden Hinweis, dass es sich bei den Einwanderern wohl nicht um die angeblich in Österreich so dringend benötigten Facharbeiter handelt, geben folgende Verhaltensregeln: „Auf Toiletten wird das benutzte Papier in der Toilette weggespült. Die Notdurft im Freien (zum Beispiel in Parks oder auf Parkplätzen) zu verrichten ist verboten.“

 

[Text: B. T.; Bild: Faksimile]