Nachdem die Amerikaner Donald Trump und nicht Hillary Clinton zum Nachfolger Barack Obamas gewählt haben, reagiert die schwarz–rote Regierung in Berlin mit Trotz. Bundeskanzlerin Angela Merkel glaubt sogar, Trump Bedingungen stellen zu können: Sie sagte, Demokratie, Freiheit, Respekt vor dem Recht und der Würde des Menschen, unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung oder politischer Einstellung, seien die gemeinsamen Werte, welche die USA und die Bundesrepublik Deutschland verbinden. Und „auf der Basis dieser Werte biete ich dem künftigen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Donald Trump, eine enge Zusammenarbeit an“.

Ob sich der künftige US-Präsident von den Worten der Kanzlerin aus Berlin beeindrucken lassen wird, ist jedoch mehr als fraglich. Denn im Wahlkampf war für Trump Merkel eine Art Reibebaum. Insbesondere kritisierte er Merkels verantwortungslose „Wir schaffen das“-Einwanderungspolitik und unterstellte seiner Konkurrentin Hillary Clinton, sie wolle „die Angela Merkel Amerikas werden“. Und dass der rote Außenminister Frank-Walter Steinmeier im Sommer den Republikaner ganz und gar undiplomatisch als „Hassprediger“ bezeichnet hat, wird auch nicht zu einer guten Zusammenarbeit mit Trump beitragen.

Überhaupt hängt die Abneigung der Berliner Regierung gegenüber Trump damit zusammen, dass der Republikaner nichts von der politischen Korrektheit hält und Merkel und Co. mit der unangenehmen Wahrheit konfrontiert. So schrieb er im Kurznachrichtendienst Twitter in Anspielung auf die systematischen sexuellen Übergriffe von moslemischen Einwanderern in der letzten Silvesternacht: „Deutschland erleidet massive Angriffe von aufgenommenen Flüchtlingen auf die Bevölkerung.“

 

[Text: B. T.; Bild: indeedous/wikimedia.org]