Kurz vor dem Höhepunkt des Faschings bleibt die Frage, in welcher Verkleidung schicke ich mein Kind zur Maskenparty oder gehe ich selbst zum Faschingsball? Also, Indianer geht nicht mehr, die wurden von uns bösen Weißen ermordet. Cowboy geht folglich auch nicht, weil die Cowboys waren ja die Mörder, und als Neger - schon das Wort zu denken ist skandalös - wäre ja dann der totale Fauxpas. Peter Schwarzbauer, Obmann des „Arbeitskreis Indianer Nordamerikas“ (AKIN), meinte ja zu Pixie Lott: „Sich als Menschenrasse zu verkleiden ist immer problematisch. Ich finde das nicht gut!“ Die Aussage ist interessant, wenn man bedenkt, dass es nach Ansicht der politisch Korrekten doch gar keine Menschenrassen gibt. Auch der in schwarz-gelb-weiß-rot-geviertelte Kreis, der als Symbol der AKIN dient, suggeriert immerhin die Existenz von zumindest vier verschiedenen Menschengruppen. Aber abgesehen von den, für das linke Weltbild üblichen Widersprüchen, hier noch ein paar zeitgemäße Faschingstipps: Für Männer mit Bart wäre heuer unbedingt Frauenkleidung angesagt und bei Damen kann nur mehr die lesbische Kampfemanze am Ball glänzen - und ja nicht etwa eine liebliche Prinzessin! Und da man ja von sogenannten Integrationsexperten immer wieder hört, dass der radikale Islam der IS nichts mit dem wahren Islam zu tun hat, kann man natürlich auch als Dschihadist auftreten, ohne eine Religion zu beleidigen.

 

H. W.

 

 

(Bild: arbeitskreisindianer.wordpress.com)