Wieder einmal zeigt sich, dass Moscheen nicht nur Orte sind, wo Mohammedaner etwas für ihr Seelenheil machen können. Wie das französische Innenministerium mitteilte, ordnete Innenminister Bernard Cazeneuve die Schließung von vier islamischen Gebetshäusern in den Pariser Vororten Yvelines, Seine-Saint-Denis und Val-de-Marne an, weil dort „Hass und Gewalt“ verbreitet werden. Rechtliche Grundlage der Schließung der Moscheen ist übrigens der Ausnahmezustand, der in Frankreich verhängt wurde, nachdem am 13. November 2015 in Paris mehrere Islamisten Terroranschläge verübt hatten.

In der Stellungnahme des französischen Innenministeriums heißt es auch, „unter dem Deckmantel religiöser Zeremonien beherbergten diese Orte Treffen, die darauf abzielten, die radikale Ideologie zu verbreiten, die den Werten der (französischen) Republik konträr gegenübersteht und die ein ernsthaftes Risiko für die Sicherheit und öffentliche Ordnung darstellen könnte.“ Fehlen durfte auch nicht ein Bekenntnis des sozialistischen Innenministers Cazeneuve, der die „friedliche Koexistenz aller Glaubensrichtungen in Übereinstimmung mit den Gesetzen der Republik“ beschwor.

Auffallend ist allerdings, dass vor allem Mohammedaner mit den „Gesetzen der Republik“ in Konflikt geraten. Wie Cazeneuve nämlich mitteilte, wurden allein im August rund 20 Moscheen und moslemische Gebetshallen von den Behörden geschlossen, weil dort ein „radikaler Islam“ gepredigt wurde. In ganz Frankreich gibt es rund 2.500 Moscheen und Gebetshallen. Die Sicherheitsbehörden gehen davon aus, dass in etwa 120 der Salafismus, eine besonders fundamentalistische Form des sunnitischen Islam, gepredigt wird.

 

[Text: B. T.; Bild: LooiNL/wikimedia.org]