Welche Ausmaße die Überfremdung in Wien angenommen hat, zeigt der vierte „Integrationsmonitor“. Demnach wurden 35 Prozent der in der Bundeshauptstadt lebenden Personen im Ausland geboren, und 27 Prozent der Wiener Bevölkerung haben eine andere als die österreichische Staatsbürgerschaft. Zum Vergleich: 1961 betrug in Wien der Ausländeranteil nur 1,5 Prozent.

Der ständige Anstieg des Ausländeranteils hat nun die Wiener Grünen auf den Plan gerufen. In einer Aussendung schreibt nun deren Integrationssprecherin Faika El-Nagashi, dass es deswegen in manchen Bezirken bereits ein „eklatantes Problem“ gäbe. Doch damit meint die Dame, die offenkundig selbst einen „Migrationshintergrund“ hat, nicht Missstände wie erhöhte Kriminalität, Ghettobildung oder Islamisierung. Vielmehr wird El-Nagashi von ganz anderen, nämlich gutmenschlichen Sorgen geplagt: „Im 15. Bezirk etwa sind vier von zehn Menschen von den Wahlen ausgeschlossen. Sie haben damit keine Mitsprache bei dem, was für das eigene Grätzel, die Schulen ihrer Kinder oder das Land, in dem sie leben, entschieden wird.“

Als Lösung des Problems fordern die Grünen einmal mehr die Einführung des Ausländerwahlrechts auf kommunaler Ebene. Offen bleibt ob El-Nagashi da nicht ganz ohne Hintergedanken ist. Denn das Abschneiden der Grünen bei Nationalratswahl, wo sie in Wien nur 5,9 Prozent erhielten, macht im Hinblick auf die nächste Landtags- und Gemeinderatswahl die Erschließung neuer Wählerschichten dringend erforderlich.

 

[Text: B. T.; Bild: Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres/Mahmoud]