Wie sehr sich die ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung in der Bundesrepublik Deutschland verändert, wird nun quasi amtlich vom Statistischen Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden bestätigt. „Bevölkerung mit Migrationshintergrund erreichte 2016 zum fünften Mal in Folge einen neuen Höchststand“, heißt es in einer Aussendung. Demnach hatten im Jahr 2016 rund 18,6 Millionen der in der Bundesrepublik lebenden Personen einen „Migrationshintergrund“. Für die Statistiker hat eine Person einen „Migrationshintergrund“, wenn sie selbst oder zumindest ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsbürgerschaft geboren wurde. Insgesamt beträgt der Anteil der „Migrationshintergründler“ 22,5 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Gegenüber 2015 stieg der Ausländeranteil um 8,5 Prozent knapp 1,5 Millionen Personen. Im gleichen Zeitraum ging der Anteil oder ethnischen Deutschen um 0,7 Prozent (438.000 Personen) zurück. Destatis führt die Zunahme des Ausländeranteils „vor allem auf die hohe Zuwanderung von Ausländerinnen und Ausländern einschließlich der Schutzsuchenden in den Jahren 2015 und 2016 zurück“. 

Wichtigster Herkunftskontinent der Einwanderer ist zwar immer noch Europa, allerdings stieg die Bedeutung anderer Erdteile in den letzten fünf Jahren: Mittlerweile haben 2,3 Millionen Menschen in Deutschland ihre Wurzeln im Nahen und Mittleren Osten. Das ist ein Zuwachs gegenüber 2011 von fast 51 Prozent. Im selben Zeitraum stieg die Zahl der Afrikaner um 46 Prozent auf nunmehr 740.000 Personen. An Relevanz verlor hingegen die Türkei.

 

[Text: B. T.; Bild: Danyalov/wikimedia.org]