„Schwarz oder Weiß“ heißt das neue Album, das der nunmehr 60-jährige Liedermacher und Austro-Barde Rainhard Fendrich vorgelegt hat. Darin nimmt er eine demonstrative Verbeugung vor der political correctness und Willkommenskultur vor. Verse wie „Ob Moslems, Christen, Juden, wir beten doch alle zum gleichen Gott“ und seine Angriffe gegen die ach so bösen „Rechtspopulisten“ charakterisieren die musikalischen Äußerungen des Barden.

Auch in der heimischen Kunstszene weiß man ganz genau: Wer in Hollywood für den Auslands-Oscar nominiert werden will, muss einen Holocaust-Film oder eine Antinazi-Schmonzette drehen. Wer in Österreich noch im Rentenalter in der Popmusik reüssieren will, muss sich wie Rainhard Fendrich als Lobsänger der Willkommenskultur andienen.

Nachdem der musikalische C-Promi über lange Jahre nur mit Partnerschafts-Tragikomödien und mutmaßlichem Kokain-Konsum durch die Gazetten und Radiokanäle geisterte, wird er nun mit seinem neuen Album – welch Wunder – wieder auf Ö3 gespielt.

 

[Text: A. M.; Bild: Heanz/wikimedia.org]