Einmal mehr wird bestätigt, dass die Türken die am schlechtesten in Österreich integrierte Ausländergruppe sind. Laut einer aktuellen Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO) ist die Beschäftigungsquote von in Österreich lebenden Türken um 21,1 Prozent niedriger als bei Österreichern, während die Arbeitslosenquote um 14,6 Prozent höher ist als bei Inländern.

Über die Integration der Türken im heimischen Arbeitsmarkt lässt die wissenschaftliche Studie nichts an Deutlichkeit zu wünschen übrig. Wörtlich heißt es, „dass bei einer Differenzierung der Migranten und Migrantinnen nach ihrer Herkunft aus der Türkei stammende Migranten und Migrantinnen die am schlechtesten in den Arbeitsmarkt integrierte Gruppe sind. Sie weisen bei allen Indikatoren durchschnittlich die höchsten Unterschiede zu den im Inland Geborenen auf.“ Oder vereinfacht ausgedrückt: Viele Türken wandern nicht nur nach Österreich ein, sondern gleichzeitig auch ins heimische Sozialsystem.

Ein wesentlicher Grund dafür ist das niedrige Bildungsniveau der im Lande lebenden Türken. So haben knapp zwei Drittel (65,8 Prozent) nur einen Pflichtschulabschluss. Demgegenüber verfügen 41,1 Prozent der Einwanderer aus den EU-15-Ländern, das sind die „alten“ EU-Länder vor der Erweiterungsrunde von 2004, über einen tertiären Abschluss, also über ein abgeschlossenes Universitätsstudium oder eine vergleichbare Ausbildung. Ein weiteres Problem ist die hohe Rate an Schulabbrechern bei Einwandern im Alter zwischen 15 und 24 Jahren.

 

[Text: B. T.; Bild: Özgür AKYÜREK/wikimedia.org]