Bei Islamisten scheint der „Auto-Dschihad“ immer mehr in Mode zu kommen. Nach ähnlichen Terrorakten in Nizza, Berlin und London raste nun am 31. Oktober ein Islamist in New York mit einem Lastwagen gezielt in Menschen, um sie zu töten. Der Mörder von New York, Sayfullo Saipov, ein Einwanderer aus Usbekistan, löschte dabei das Leben von acht Menschen aus.

Dass ein Fahrzeug als Mordwaffe eingesetzt wurde, ist aber nicht die einzige Parallele zu anderen islamistischen Terrorakten. Denn Saipov, der bei einer Lotterie eine Daueraufenthaltsgenehmigung für die USA gewonnen hatte, war für die Sicherheitsbehörden kein Unbekannter. Denn laut Informationen des Senders ABC wurde Saipov im Jahr 2015 von FBI-Beamten wegen möglicher Verbindungen zu Terrorverdächtigen befragt. Allerdings wurde gegen ihn kein Verfahren eingeleitet.

Konkret führte die US-Bundespolizei den Usbeken als „Kontaktstelle“ zu zwei Männern, die in der Anti-Terror-Datenbank des US-Heimatschutzministeriums aufgeführt waren und trotz Ablaufs ihres Touristenvisums in den Vereinigten Staaten blieben. Einer der beiden, die Saipov kannte, geriet ins Visier der US-Sicherheitsbehörden, weil er aus einem sogenannten „Gefahrenland“ eingereist war, während der andere, der untertauchte von den Sicherheitsbehörden als „Terrorverdächtiger“ eingestuft wurde.

Saipov, der sich zur Terrororganisation Islamischer Staat (IS) bekennt, zeigt keine Reue. Er forderte sogar, eine IS-Fahne in seinem Spitalszimmer aufhängen zu dürfen. US-Präsident Donald Trump fordert indessen für den Mehrfachmörder die Todesstrafe.

 

[Text: B. T.; Bild: Gh9449/wikimedia.org]