Laut einem Bericht der FAZ plant die deutsche Bundesregierung eine Obergrenze für Bargeldzahlungen von 5.000 € einzuführen. Begründet wird dies mit dem angeblichen Gefahren, die durch den islamistischen Terror entstanden sind. Die meisten Beobachter der Finanzbrache wissen aber schon lange, dass es tatsächlich darum geht Bargeld gänzlich abzuschaffen und in rein elektronisches Buchgeld zu verwandeln. Dann könnte, so wie in Zypern schon vorexerziert, über Nacht auf die Gelder von Privaten zugegriffen werden. Außerdem hätte bei der Einführung von „Negativzinsen“, also Gebühren für die Sparguthaben, die Kunden nur mehr die Möglichkeit ihr Geld auszugeben wenn sie es vor permanenten Werteverfall schützen wollten.

Abgesehen von dieser Möglichkeit der Enteignung, wird damit aber auch der totale Überwachungsstaat wieder ein riesiges Stück größer. Jede Zahlung, an wen auch immer, wird dann für die Behörde aber natürlich auch für die privaten Banken offenkundig. Privatsphäre gibt es dann keine mehr. Man bedenke, welche Macht der Staat über seine Bürger dann bekäme. Wer politisch unliebsame Bücher oder Zeitschriften kaufen würde, oder versuchen würde oppositionelle Gruppen zu unterstützen, würde sofort erkannt werden.

Otmar Issing, ehemals Chefökonom der EZB, sagte zum Thema Bargeldabschaffung noch folgendes: „Wirkliche Anonymität gewährt nur das Bargeld. Genau deshalb ist es auch den Behörden ein Dorn im Auge. …Damit wäre eine große Lücke in der Möglichkeit der totalen Überwachung des Bürgers geschlossen. Denn – Bargeld ist geprägte Freiheit“. Und was das organisierte Verbrechen anbelangt ist klar, dieses lebt schon lange nicht mehr aus dem berüchtigten Koffer voller Geld. Auch hier sind internationale Bewegungen virtueller Mittel schon lange üblich und machen den Hauptteil der Gewinne aus. Und selbst wenn es keine Bankeinbrüche mehr geben sollte, würden dann eben Einbrüche und Diebstähle, bei denen man direkt an die Wertgegenstände gelangt, ansteigen. Auf der Strecke bleibt in jedem Fall der unbescholtene Bürger.

 

[Text: H. W.; Bild: Laurence Chaperon]