Der staatliche britische Sender ermuntert seine Belegschaft, „Verbündete“ von Mitarbeitern zu werden, die homosexuell sind oder „andere Geschlechtsidentitäten“ haben, also zu den sogenannten LGBT-Personen zählen. Wie die Zeitung „Daily Mail“ berichtet, sollen heterosexuelle Mitarbeiter LGBT-Themen „aktiv fördern“. Konkret sollen sie Ansteckschildchen tragen oder in ihren E-Mail-Signaturen erklären, dass sie „Verbündete“ ihrer homosexuellen oder Transgender-Kollegen sind.

Geplant ist auch, die Sprache an die politisch korrekten Anforderungen anzupassen. Demnach sollen sogenannte nicht-binäre Fürwörter wie „they“ (sie) die im Englischen üblichen Pronomen für Einzelpersonen „he“ (er) und „she“ (sie) ersetzen. Begründet wird das damit, dass sich Personen, die nicht wissen, ob sie männlich oder weiblich sind, das Pronomen „they“ bevorzugen würden. Nach eigenen Angaben wären elf Prozent der Mitarbeiter der BBC der LGBT-Personengruppe zuzuordnen.

Der BBC geht es aber um weitaus mehr als der Beseitigung möglicher Diskriminierungen. Der britische Sender will gegen die „heteronormative Kultur“, wonach Heterosexualität die gesellschaftliche Norm ist, ankämpfen. Zu diesem Zweck will die BBC verstärkt LGBT-Charaktere in der Programmgestaltung einsetzen. Einer der BBC-Chefs sagte, dass sich die Rundfunkanstalt dafür einsetzt, „die besten LGBT-Talente zu behalten und anzuwerben“ und als Sender ein jüngeres Publikum anzusprechen. James Purnell, Radio- und Bildungsdirektor des Senders, erklärte: „Eine unserer großen Herausforderungen ist das junge Publikum.“ Dabei berief er sich auf eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov, in der nur 51 Prozent der befragten 18- bis 24-Jährigen erklärten, sie fühlten als vollkommen heterosexuell. Die Gender-Indoktrinierung an den Schulen verfehlt also nicht ihre Wirkung.

[Text: B.T.; Bild: Wikipedia/Michal Bělka; Lizenz: CC BY-SA 4.0]