„Mann warf Ehefrau aus dem 2. Stock“, „Todesstiche: habe Messer aus Tradition dabei“, „Mann ballert bei Hochzeit aus Auto“ und „Um 9 Uhr früh: Junger Mann wollte 22-Jährige vergewaltigen“. Nachdem eine 27-Jährige in Bregenz aus dem Fenster geworfen wurde, verstarb sie in den Armen der angerückten Beamten. Erst war von einer „rumänischen Familie“ die Rede, tags darauf sprach man in den Medien von einer Tat im Bettler-Milieu. Die Begriffe Sinti und Roma wurden nicht genannt.

Bei einem Prozess wegen Mordes und schwerer Körperverletzung konnte man hören, dass auf den tödlich verletzen Serben noch eingetreten wurde, während ein zweites Opfer nur knapp die fünf Stiche überlebte. Die Rechtfertigung eines der angeklagten Tschetschenen, warum er ein Messer dabei gehabt hätte, ist vielsagend: „In Tschetschenien ist es Tradition, ein Messer mit sich zu tragen".

Der Mann, der bei der Hochzeit aus dem Auto schoss, war Gast einer türkischen Feier und nicht etwa ein wildgewordener österreichischer Jäger. Der verdächtige junge Mann, der sich als Vergewaltiger versuchte – es gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung –, ist laut dem niederösterreichischen Landesrat Waldhäusl ein Afghane mit negativem Asylbescheid. Man fragt sich bei derartigen Meldungen, wie sicher und ruhig Österreich ohne die Bereicherung durch so manchen Zuwanderer sein könnte.

[Text: H.W.; Bild: Verlag]