In Berlin hat die Polizei einen verurteilten Islamisten erschossen. Der 41-jährige Iraker Rafik Y. hatte zuvor in der Hauptstadt Passanten bedroht und eine Polizistin mit einem Messer verletzt. Der Mann war 1996 in die Bundesrepublik gekommen und wurde 2004 unter dem Verdacht, Mitglied einer islamistischen Terrorzelle zu sein, festgenommen. 2008 wurde Rafik Y. vom Oberlandesgericht Stuttgart zu einer achtjährigen Haftstrafe verurteilt, weil er den vereitelten Anschlags auf den damaligen irakischen Ministerpräsidenten Ijad Allawi in Berlin im Jahr 2004 geplant hatte.

2016 kam der Iraker wieder zurück nach Berlin und wurde nach Angaben der Tageszeitung „Die Welt“ von den Behörden weiterhin als „Gefährder“ eingestuft. Weil er vom Verfassungsschutz als gefährlich eingestuft wurde, musste Rafik Y. eine Fußfessel tragen. Die „Berliner Zeitung“ schreibt, der Täter sei arbeitslos gewesen und habe weitere Kontakte zu dschihadistischen Gruppen gehabt.

Einer Abschiebung der tickenden Zeitbombe in sein Heimatland Irak standen übrigens „menschenrechtliche“ Gründe entgegen, weil dem Islamisten dort die Todesstrafe gedroht hätte.

 

B. T.

 

 

(Bild: Mattes/wikimedia.org)