Der österreichische Bundespräsident erteilt dem russischen Präsidenten Putin eine Absage.

Er werde nicht an der Weltkriegsgedenkveranstaltung am 9. Mai in Moskau teilnehmen, sondern sich durch den österreichischen Botschafter vertreten lassen, teilte Fischer in einem Brief an Putin mit. So sehr hat er sich offensichtlich die Schelte der EU zu Herzen genommen, die auf ihn niedergeprasselt war, als er Putin im Juni letzten Jahres in Wien empfangen hatte.

Er werde aber am 8. Mai am Zentralfriedhof einen Kranz für die gefallenen russischen Soldaten niederlegen, beschwichtigte Fischer in einer Aussendung und Putin versicherte er des „ehrenvollen Gedenkens an die Millionen Opfer der Sowjetunion während des Zweiten Weltkrieges“ und würdigte besonders „die Leistungen der Sowjetunion bei der Befreiung Wiens und bei der Wiederherstellung eines selbständigen und demokratischen Österreich.“

Zu einem ehrenden Gedenken für die hunderttausenden von eben diesen „Befreiern“ geschändeten, und hingemordeten Frauen ist Fischer bis jetzt noch nicht fähig gewesen.

 

W.T.

 

 

(Bild: Carina Karlovitz/HBF)