Ist es Panikmache oder die Warnung vor einer ernsten Gefahr? Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur AP warnen europäische und auch der irakische Geheimdienst, dass die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) gezielt 400 Kämpfer ausgebildet haben soll, um in europäischen Städten Anschläge zu verüben. Demnach sollen IS-Zellen nach dem Motto „richtige Zeit, richtiger Ort und richtige Methode“ angreifen, und in Libyen und dem Irak soll es Ausbildungslager für künftige Terroristen geben.

Ein von AP namentlich nicht genannter Mitarbeiter eines europäischen Nachrichtendienstes sagte, Dschihadisten werden für Terroranschläge in verschiedenen Kampfstrategien, beim Gebrauch von Sprengstoff, in Überwachungstechniken und der Gegenüberwachung geschult. Und die französische Senatorin Nathalie Goulet erklärt: „Die Ausbildung dauert länger. Das Ziel ist nicht mehr einfach nur, so viele Menschen wie nur möglich zu töten, sondern so viele Terroroperationen wie nur möglich in einer Reihe durchzuführen, sodass der Feind gezwungen ist, noch mehr Geld für die Sicherheit auszugeben.“

Kritiker hingegen meinen, dass mit dem Schüren der Terrorangst eine Ausweitung der Befugnisse der Sicherheitsbehörden und Geheimdienste gerechtfertigt werden soll. So warnen FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky und der freiheitliche Sicherheitssprecher Gernot Darmann, dass der Kampf gegen den islamischen Terrorismus „keinesfalls zum Vorwand genommen werden darf, die Grund- und Freiheitsrechte der Bürgerinnen und Bürger zu beschneiden und einzuschränken“. So weisen die beiden FPÖ-Politiker darauf hin, dass die wahren Ursachen des Terrors in der unkontrollierten Massenzuwanderung der letzten Jahrzehnte, in der neuen Völkerwanderung, in den Gegen- und Parallelgesellschaften sowie in der Integrationsfeindlichkeit zahlreicher Zuwanderer liegen.

 

[Text: B. T.; Bild: CCTV system/wikimedia.org]