Die Islamisierung Europas schreitet voran, wie eine Studie des US-Meinungsforschungsinstituts Pew Research Center bestätigt. Darin wurden drei Szenarien durchgespielt. Selbst wenn die Einwanderung völlig gestoppt wird, wird der Anteil der in den 28 Mitgliedstaaten der EU sowie in Norwegen und der Schweiz lebenden Mohammedaner von derzeit 4,9 Prozent auf 7,4 Prozent im Jahr 2050 steigen. Als Gründe werden das jüngere Alter der Moslems (um 13 Jahre jünger als der Durchschnitt) sowie die höhere Fruchtbarkeit von Mohammedanerinnen genannt. Sie bringen im Durchschnitt ein Kind mehr zu Welt als Europäerinnen, was übrigen ein „weltweites Muster widerspiegelt“.

Noch mehr zunehmen wird die Zahl der in Europa lebenden Moslems, den das Pew Research Center für Mitte 2016 auf knapp 26 Millionen schätzt, beim mittleren Szenario, der „moderaten Einwanderung“. Bei diesem Szenario wäre zur Mitte dieses Jahrhunderts mit einem Moslem-Anteil von 11,2 Prozent zu rechnen. Nach dem dritten Szenario – wenn die Einwanderung auf hohem Niveau bleibt wie in den Jahren 2014 bis 2016 – würde der Moslemanteil bis 2050 sogar auf 14 Prozent steigen. In den heutigen EU-Ländern sowie in Norwegen und der Schweiz würden dann 75,6 Millionen Moslems leben.

In Österreich würde der Moslemanteil von derzeit 6,9 Prozent bis 2050 auf 9,3 Prozent (Null-Einwanderung) bzw. 10,6 Prozent (moderate Einwanderung) oder 19,9 Prozent (hohe Einwanderung) steigen. Im Fall anhaltend hoher Einwanderung wird für Schweden prognostiziert, dass zur Jahrhundertmitte sich fast jeder dritte Einwanderer (30,6 Prozent) zum Islam bekennt.

Am wenigsten von der Islamisierung betroffen wären naturgemäß Länder, die eine konsequente Einwanderungspolitik betreiben. Selbst im dritten Szenario, also wenn Europa gegenüber Moslems die Politik der offenen Tür beibehält, wird Polen der Prognose des Pew Research Centers zufolge im Jahr 2050 einen Moslemanteil von gerade einmal 0,2 Prozent haben, die Slowakei 0,7 Prozent und Tschechien 1,2 Prozent. Stärker von der Islamisierung betroffen sein wird hingegen Ungarn, trotz der vorbildlichen Einwanderungspolitik von Premier Viktor Orbán. In unserem Nachbarland würde nach Szenario 3 der Anteil der Mohammedaner von derzeit 0,4 Prozent auf 4,5 Prozent steigen.

 

[Text: B. T.; Bild: Nurmuhammad Shams/wikimedia.org]