Die Staats- und Regierungschefs der EU beschlossen auf ihrem Sondergipfel unter anderem, eine Milliarde Euro zur Versorgung syrischer Flüchtlinge in den Nachbarstaaten des Krisenlandes bereitzustellen. Doch die illegale Massenzuwanderung aus dem Nahen Osten wird sich nicht nur fortsetzen, sondern sogar noch verstärken. Zwar forderte EU-Ratspräsident Donald Tusk auf dem Sondergipfel in Brüssel ein Ende der „Politik der offenen Tür“ und des „Chaos an den Außengrenzen“, musste aber gleichzeitig eingestehen: „Die größte Flüchtlingswelle steht uns noch bevor.“

Tusk sagte auch, wenn es so weitergehe wie bisher, bestehe die Gefahr, dass der Schengenraum zerfalle. Tatsächlich zeigt die illegale Masseneinwanderung, dass der Schutz der Außengrenzen nicht funktioniert. Und die EU-Binnengrenzen stellen für die Einwanderer auch kein Hindernis dar, in ihr Wunsch-Zielland, vornehmlich Deutschland oder Schweden, zu gelangen.

Wie die „Deutschen Wirtschaftsnachrichten“ berichten, geht das UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR davon aus, dass Hunderttausende sogenannter Flüchtlinge aus Syrien nach Europa aufbrechen. Und die EU selbst erwartet fünf Millionen in den nächsten drei Jahren. Nach Angaben des UNHCR sind derzeit in den Nachbarländern Syriens mehr als vier Millionen Kriegsflüchtlinge registriert, und hinzu kommen Millionen Binnenflüchtlinge in Syrien. Wie die kanadische Zeitung „The Globe and Mail“ schreibt, befinden sich aktuell von diesen Syrern zehn Prozent auf dem Weg nach Europa.

 

B. T.

 

 

(Bild: Andrzej Barabasz/wikimedia.org)