Mit einem Vorstoß der besonderen Art versuchen nun einflussreiche Milliardäre, Trump das Leben und Regieren schwer zu machen.

Der sattsam berüchtigte George Soros, Steven Rockefeller und Abigail Disney und noch zahlreiche andere Milliardäre und Multimillionäre richteten in einem Brief an den Gouverneur von New York, Andrew Cuomo die Aufforderung, eine höhere Steuer für Bestverdiener einzuführen. Damit sollen Bildungseinrichtungen und soziale Projekte finanziert werden.

Was auf den ersten Blick philanthropisch und begrüßenswert erscheint, ist auf den zweiten Blick eiskaltes politisches Kalkül.

Diese Herrschaften hatten im US-Wahlkampf Hillary Clinton unterstützt und sehen ihre Felle nun davon schwimmen. Hohe Summen zur Unterstützung des Wahlkampfs bedeuten bei einem Sieg des richtigen Kandidaten hohe politische Ämter und Einfluss.

Trump hatte seinen Wahlkampf weitgehend selbst finanziert und weniger Spenden von nunmehr zu bedienenden Sponsoren kassiert. Soros und Konsorten, die schon bei Obama auf die Demokraten gesetzt hatten, verlieren nun ihren Einfluss.

Mit dem Angebot der Steuererhöhung wollen sie nun zweierlei erreichen. Sie wollen die Politik des Präsidenten auf populistische Art konterkarieren. Dieser hatte ja Steuersenkungen zur Ankurbelung von Investitionen und Wirtschaft angekündigt. Und sie richten ihren „Vorschlag“ auch nicht an die Trump-Regierung, die dafür zuständig wäre, sondern an den demokratischen Gouverneur von New York. Damit signalisieren sie der Öffentlichkeit, dass sie den neugewählten Präsidenten und seine Regierung nicht anerkennen und die populären Maßnahmen nur mit den Demokraten zu erreichen wären.

Dabei begehen sie nur einen Fehler. Auch die amerikanischen Bürger sind nicht so blöd, die lächerliche Taktiererei nicht zu durchschauen. Wollten sie wirklich die von ihnen vorgeschlagenen Projekte finanzieren, könnten sie das ganz einfach, wie in Amerika üblich, über gemeinnützige Stiftungen machen. Dazu bräuchten sie weder Trump, noch die Demokraten, und den Umweg über die Steuererklärung, sondern ganz einfach nur ihr Scheckheft.

 

[Text: W. T.; Bild: Niccolò Caranti/flickr]