Langsam wird es wirklich lächerlich, wenn die Linken und ihren treuen Helfershelfer in Medien und Presse versuchen, die FPÖ auf Teufel komm raus anzupatzen und ihr allerlei in die Schuhe zu schieben. So kritisierte der Sprachwissenschafter der Universität Graz Rudolf Muhr nun das Vokabular der FPÖ – und auch der neuen ÖVP – und sieht eine „kontinuierliche sprachliche Aufrüstung in der Politik“, sowie eine Ausdrucksweise, die „inzwischen ähnlich weit rechts wie in den Dreißigerjahren“ ist. Konkret kritisiert Muhr das Themengebiet „Sicherheit, Ordnung und Heimatschutz“ bei den Verhandlungen. Denn Heimatschutz geht laut Muhr auf die Heimwehr der Zwischenkriegszeit zurück. „Es handelte sich um eine faschistische Organisation paramilitärische Art, mit der ÖVP und die Deutschnationalen gemeinsam ihre Heimat schützen wollten“, so Muhr. Dabei galt doch die FPÖ bisher immer als Nazi-Partei und die Nationalsozialisten saßen damals mit den anderen Sozialisten eher in Wöllersdorf oder Kaisersteinbruch, aber bekanntlich lernt man ja nie aus, jetzt ist die FPÖ daran also auch noch schuld.
Eine gänzlich andere Schuldfrage klärte vor einigen Tagen das Landgericht Frankfurt am Main, wo die Klage eines Israelis abgewiesen wurde. Dieser hatte sich an das Gericht wegen Diskriminierung gewandt, da die Fluggesellschaft Kuwait Airways ihn nicht befördern wollte, weil er Israeli sei. Die Fluggesellschaft verwies auf kuwaitische Gesetze, die einen Vertragsabschluss mit israelischen Staatsbürgern verbietet und mit Gefängnis oder „harter Arbeit“ bestrafen. Laut dem Gericht sei es der Fluglinie nicht zuzumuten, gegen nationale Gesetze zu verstoßen. Eine Diskriminierung des Klägers konnte das Gericht nicht erkennen, da das Antidiskriminierungsgesetz nicht wegen Staatsangehörigkeiten gelte. Man stelle sich mal vor, es hätte einen Mohammedaner getroffen. Aber so fehlt der Aufschrei wegen eines Kotaus vor dem Islam.

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