Für die Grünen kann es nicht genug Einwanderung geben. Dies bestätigt die Grünen-Bundestagsabgeordnete Filiz Polat in einem Interview mit der Zeitung „Die Welt“. Konkret fordert die Dame, die selbst einen Migrationshintergrund hat, dass der UNO-Migrationspakt „noch erst in nationales Recht gegossen werden muss, auch in Deutschland“.

Auch findet Polat, dass nicht nur Fachkräfte in die Bundesrepublik geholt werden sollen, zumal der UNO-Migrationspakt „fordert, die Realitäten der einwanderungswilligen Arbeitskräfte anzuerkennen“. Daher sollten Arbeitsmigranten bei der Anerkennung ihrer Abschlüsse in Deutschland unterstützt werden. Und „jeder sollte die Chance haben, sich in Deutschland nachqualifizieren und weiterbilden zu können“.

Wenig überraschend tritt Polat auch für die Schaffung einer neuen Flüchtlingskategorie, des Klimaflüchtlings, ein. Und mit Pflichten für Einwanderer kann die Grüne nicht wirklich etwas anfangen. Gut, mit Pflicht für Einwanderer, bei der Identitätsfeststellung mitzuwirken, kann die Grüne noch leben. Aber eine Integrationspflicht für Einwanderer, das geht für sie gar nicht: „Was die Rufe nach Integrationspflichten betrifft: Ich halte es für richtig, dass sie nicht als Leitlinie im Pakt festgehalten werden“. Die weitere Argumentation Polats zeigt, in welchem Wolkenkuckucksheim die Grünen leben. Die Bundestagsabgeordnete leugnet die weitverbreitete Integrationsunwilligkeit und behauptet, „Arbeitsmigranten, die nach Deutschland kommen, haben ein großes Interesse daran, in diesem Land anzukommen“.

Aber Polat hat auch Kritikpunkte am UNO-Migrationspakt. Sie stößt sich daran, dass es keine Punkte mit rechtsverbindlichem Charakter gibt. Ihrer Meinung nach müssten „die Rechte von Migranten verbindlich festgeschrieben werden, ebenso wie die Zusage, Investitionen in die Entwicklungshilfe einzuhalten“.

[Text: B.T.; Bild: Wikipedia/Filiz Polat; Lizenz: CC BY-SA 2.0]