Es ist in aller Munde, Großbritannien hat die EU, am 24. Juni 2016, verlassen, doch wissen Sie wirklich, wie viele dafür und wie viele dagegen waren? Wie sieht es mit der Jugend aus, wie hat sie gewählt, oder besser gefragt, hat sie überhaupt gewählt? Wir wissen, dass 51,9 Prozent für den EU-Austritt waren und ergo 48,1 Prozent gegen den Brexit.

Aber, schauen wir uns mal gemeinsam die Wahlbeteiligung der Jugendlichen genauer an. 73 Prozent der 18 bis 24-Jährigen waren gegen den Brexit, aber wirklich abgestimmt hat nur jeder dritte von ihnen, rund 36 Prozent, wie der „Focus online“ schreibt. Das heißt, sie können sich nur selbst die Schuld daran geben, denn wer nicht wählen geht, kann und will damit auch nichts verändern. In Großbritannien darf man erst ab 18 wählen gehen, ein Fehler? – Auf keinen Fall! Nehmen wir mal unsere Jugendlichen her. In Österreich darf man ab vollendetem 16. Lebensjahr wählen gehen, doch leider weiß die Mehrheit der Jugend nicht, welche Partei welches Programm hat, geschweige denn, wen sie wählen sollen. Leider ist es immer noch so, dass die Eltern da sehr stark mit eingreifen. Oh, Mama und Papa wählen diese Partei – na, dann muss ich das doch auch tun; oder? Falsch! Die Jugendlichen werden zu sehr beeinflusst (vorausgesetzt sie interessieren sich überhaupt für die Politik) und damit in eine Richtung gelenkt, die sie selbst nicht entscheiden dürfen.

Leider verhält es sich hier bei uns in Österreich nicht anders. Unsere Jugendlichen beschweren sich über die derzeitige politische Lage, aber so gut wie keiner geht wählen. Die Verfasserin dieser Zeilen ist 24 Jahre alt und macht jedes Mal von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Warum? Weil das Wahlrecht ein Privileg ist und nur der, der wählen geht, auch etwas verändern kann. Offenkundig sind viele Jugendliche nicht bereit, zehn oder 15 Minuten Zeit zu investieren, sich ins Wahllokal zu begeben und ihr „Kreuzerl“ zu machen.

 

[Text: K. B.; Bild: Tomyumyum1314/wikimedia.org]